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RLP: Fußballvereine an Polizeikosten beteiligen

Fußballvereine sollen zahlen - Lewentz will Beteiligung an Polizeikosten

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Nach der Sommerpause wollen der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz und der Bremer Senator Ulrich Mäurer den Profifußball zur Kasse bitten. Bei Fußballspielen in Rheinland-Pfalz fielen in der vergangenen Saison mehr als 53.000 Einsatzstunden der Polizei an, sagte Lewentz der Deutschen Presse-Agentur.

Neuer Vorstoß wegen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts

Inzwischen liege auch das schriftliche Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig vor, wonach Mehrkosten der Polizei durch Fußballspiele grundsätzlich der Deutschen Fußball Liga in Rechnung gestellt werden dürften. "Wir wollen nach den Sommerferien unsere Schlussfolgerungen aus dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts deutlich machen, auch mit Blick auf die DFL im benachbarten Frankfurt."

DFL wehrt sich gegen Kostenbeteiligung

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) lehnt eine Beteiligung der Vereine an zusätzlichen Polizeikosten bei Hochrisikospielen entschieden ab. In Rheinland-Pfalz gehe es bei den Hochrisikospielen von Mainz 05 um eine Beteiligung von etwa 250.000 bis 400.000 Euro. In Gesprächen mit der DFL habe ihm deren Präsident Reinhard Rauball signalisiert, in dieser Frage notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht zu gehen. 

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