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Klinikum Höchst: Berater kritisiert Missstände

Klinikum Frankfurt-Höchst - Berater kritisiert Missstände

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Nach Berichten über Missstände in der Psychiatrie des Klinikums in Frankfurt-Höchst hat der externe Berater die Stationsüberbelegung, fehlende Therapieangebote und die Kommunikation bei der Chefarztvisite kritisiert. Eine moderne Psychiatrie sollte sich mehr mit den Patienten und den Angehörigen auseinandersetzen und diese mit einbeziehen, "das wird schwierig, wenn man nicht miteinander redet", sagte Hans Joachim Kirschenbauer bei der Präsentation seines Zwischenberichts in Wiesbaden.

Hygienemängel nicht bestätigt

Dagegen könne er etwa die angeprangerten Hygienemängel nicht bestätigen. Auch hob er den Willen zur "rückhaltlosen und transparenten" Aufklärung aller Beteiligten hervor.

Fixierungsszenen sorgen für Kritik

In einem Beitrag des Fernsehsenders RTL hatte im März eine verdeckt arbeitende Reporterin über Missstände in dem Frankfurter Krankenhaus berichtet. Die Geschäftsführung der Klinik hatte daraufhin "erhebliche Mängel" eingestanden. Für Kritik hatten auch Fixierungsszenen aus dem Beitrag gesorgt. Diese Fixierung sei aber für ihm "im grünen Bereich" gewesen, sagte Kirschenbauer. Der Beitrag habe Hintergründe zu dem Fall nicht gezeigt.

Alle Fixierungen Folge einer ärztlichen Indikation

Derweil wertete das Sozialministerium die Maßnahmen vom Frühjahr 2018 aus - dem Zeitpunkt der Filmaufnahmen. Die Prüfungen hätten ergeben, dass alle Fixierungen Folge einer ärztlichen Indikation waren, sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne). Er wies aber auch darauf hin, dass es damals noch nicht das Urteil des Bundesverfassungsgerichts galt, wonach Patienten für längere Zeit nur nach einer richterlichen Entscheidung fixiert werden dürfen.

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