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SGE: Neuzugang Silva trifft und lobt die Fans

Nach Tor-Debüt gegen Dortmund - Eintracht: Silva trifft und lobt die Fans

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Eintracht Frankfurts Neuzugang André Silva bejubelt seinen Premierentreffer gegen Dortmund.

André Silva strahlte nach seiner Tor-Premiere in der Fußball-Bundesliga und dem späten Punktgewinn mit Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund über das ganze Gesicht. "Heute war es endlich soweit mit dem ersten Tor. Das Unentschieden ist ein gutes und verdientes Ergebnis", befand die Leihgabe des AC Mailand nach dem 2:2 (1:1) im Duell mit dem Vize-Meister.

Silva: "Fans haben den Punktgewinn ermöglicht"

Die Gänsehaut-Atmosphäre während der 90 Minuten vor 51 500 Zuschauern und den anschließenden Jubel vor dem Frankfurter Fanblock genoss der 23 Jahre alte Portugiese in vollen Zügen. "Es ist ein tolles Gefühl, dieses Publikum zu erleben. Für diese Unterstützung möchte ich mich bedanken. Die Fans haben den Punktgewinn ermöglicht", sagte Silva.

Die beeindruckende Kulisse brachte den portugiesischen Nationalspieler nach seinem Ausgleichstreffer zum zwischenzeitlichen 1:1 in der 44. Minute sogar kurzzeitig aus seinem Jubel-Konzept. "Normalerweise nehme ich den Ball nach meinen Toren immer und renne direkt zur Mittellinie. Aber heute war ich so aufgeregt, auch wegen der tollen Fans hier, dass ich ihn vergessen habe", berichtete Silva mit einem Lachen.

Die erhoffte Verstärkung

Schon jetzt dürfen sich die Eintracht-Verantwortlichen für den Tausch-Deal mit Ante Rebic, der im Gegenzug für zwei Jahre an den AC Mailand verliehen wurde, auf die Schulter klopfen. Denn Silva hat in Frankfurt auf Anhieb Fuß gefasst und erweist sich immer mehr als die erhoffte Verstärkung.

"André hat sich das Tor verdient, weil er viel gearbeitet und die Abwehr des Gegners über 90 Minuten beschäftigt hat. Es war nur eine Frage der Zeit, wann der Knopf bei ihm aufgeht", lobte Eintracht-Trainer Adi Hütter und fügte mit Blick auf die kommenden Aufgaben hinzu: "Es war wichtig, dass er nicht nur ein gutes Spiel gemacht, sondern auch das Tor erzielt hat."

Schon am Freitag geht es für die Hessen beim Aufsteiger 1. FC Union Berlin weiter. "Natürlich wollen wir das nächste schwere Spiel bei richtig toller Atmosphäre gewinnen", verkündete Sportvorstand Fredi Bobic.

Sieben Punkte aus fünf Spielen

Mit sieben Punkten aus fünf Spielen steht die Eintracht als Tabellen-Neunter ordentlich da. Zudem nimmt Hütters Personalpuzzle immer mehr Formen an, weil neben Silva auch Djibril Sow mit jedem Spiel besser in Schwung kommt. "Er musste zuletzt zurecht Kritik einstecken. Aber er war lange verletzt und kann noch gar nicht den nötigen Rhythmus haben", sagte Hütter über den Schweizer und lobte: "Er hat eine Reaktion gezeigt und das gut gemacht."

Trotzdem sieht der Eintracht-Coach noch viel Arbeit vor sich. "Ich bin noch nicht ganz glücklich, wie wir spielen, speziell nach vorn", monierte der 49-Jährige. "Aber wir haben auch nicht viel Zeit, das gemeinsam zu trainieren, weil wir alle vier Tage unterwegs sind. Das ist die Herausforderung." Der wird sich Hütter mit der gewohnten Akribie stellen.

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