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Keine Tarif-Einigung: Busfahrer-Streik rückt näher

Tarifverhandlungen abgebrochen - Busfahrer in Hessen werden wohl streiken

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Verdi hat die Tarifverhandlungen für die Busfahrer der privaten Omnisbusbetriebe in Hessen abgebrochen. Das teilte die Gewerkschaft mit, nachdem laut eigenen Angaben die Arbeitgeberseite auch in der dritten Runde kein Angebot vorgelegt habe. Damit drohen jetzt Streiks - nach FFH-Informationen noch in dieser Woche.

Verdi wirft Arbeitgebern Ignoranz vor

Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel sagt in einer Mitteilung: „Die Arbeitgeber wollten über betriebliche Altersversorgung sprechen und nicht über lineare Gehaltserhöhung wie eigentlich vorgesehen. Dies betrachten wir als pure Ignoranz. Denn die Altersversorgung wurde ja bereits vereinbart, nämlich im Tarifvertrag von 2017. Seitdem wurde aber kein Wort mehr darüber gewechselt. Jetzt ist die Gehaltserhöhung dran. Wenn also auf unsere Forderung kein Angebot und auch keine inhaltliche Erwiderung kommt, dann ist das hier keine Verhandlung, sondern ein Hinhalten.“

Busfahrer wollen bessere Arbeitsbedingungen

Verdi vertritt fast 4.500 Busfahrer privater hessischer Unternehmen. Und die wollen endlich bessere Arbeitsbedingungen: Eine Gehaltserhöhung von 13,50 Euro auf 16,60 Euro, außerdem 30 Tage Urlaub - bislang sind es nur 25. 

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