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Commerzbank berät über Jobabbau

Frankfurt - Commerzbank berät über Jobabbau

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Stellenabbau, Filialschließungen, Verkauf der polnischen Tochter mBank: Die Commerzbank will sich mit harten Einschnitten gegen Zinstief und Ertragsschwäche stemmen. Seit Freitag liegen die Eckpunkte des Plans für die nächsten Jahre auf dem Tisch, heute und morgen berät der Vorstand mit dem Aufsichtsrat über die künftige Strategie. Am Freitag wollen Konzernchef Martin Zielke und Finanzvorstand Stephan Engels Ergebnisse präsentieren.

Unter dem Strich Abbau von 2.300 Jobs

Ein weiterer Stellenabbau sei unvermeidbar, hatte die Bank mitgeteilt. Voraussichtlich fallen konzernweit etwa 4300 weitere Vollzeitstellen weg. Weil zugleich in strategischen Bereichen wie Vertrieb, IT und Regulatorik 2000 Stellen geschaffen werden, verbleibt unter dem Strich ein Abbau von rund 2300 Jobs. Auch das Filialnetz soll ausgedünnt werden: Jede fünfte der derzeit etwa 1000 Filialen könnte geschlossen werden.

Comdirect soll ganz übernommen werden

Um Geld für Investitionen in digitale Angebote in die Kasse zu spülen, erwägt die Commerzbank einen Verkauf ihrer Mehrheitsbeteiligung an der polnischen mBank. Dagegen soll die Online-Tochter Comdirect mit Sitz in Quickborn (Schleswig-Holstein) ganz übernommen werden. Im Frühjahr war der Versuch gescheitert, aus Deutscher Bank und Commerzbank einen schlagkräftigen Finanzriesen zu schmieden. Nun muss die Commerzbank sich im Alleingang für ein voraussichtlich noch auf Jahre hinaus herausforderndes Umfeld rüsten.

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