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Euro League: Eintracht gewinnt 1:0 bei Guimarães

Arbeitssieg in Euro League - Eintracht gewinnt 1:0 bei Guimarães

Arbeitssieg der Frankfurter Eintracht in der Gruppenphase der Europa League: Die Hessen gewannen beim portugiesischen Klub Vitória Guimarães mit 1:0. Eintracht-Innenverteidiger Evan N'Dicka erzielte in der 36. Minute das Tor des Abends.

Nach der 0:3-Auftaktpleite gegen den FC Arsenal ist der hessische Fußball-Bundesligist in der Gruppe F mit drei Punkten wieder auf Kurs, muss in den weiteren Gruppenspielen aber deutlich zulegen.

Bobic: "Mannschaft hat den Kampf angenommen"

"Die Mannschaft hat den Kampf angenommen. Es war ein schwieriges Spiel. Wir haben nicht so gut aus der Abwehr rausgespielt", sagte Sportvorstand Fredi Bobic bei Nitro und Sebastian Rode fügte hinzu: "Es war eine wilde Partie. Wir hatten sie nicht so recht unter Kontrolle. Am Ende müssen wir froh über den Sieg sein."

Fans bewerfen sich mit Sitzschalen

Die Frankfurter konnten sich auf ihrer nächsten Europa-Tour wie gewohnt auf die starke Unterstützung ihres Anhangs verlassen, rund 3000 Fans hatten die Reise nach Portugal angetreten. Dabei kam es allerdings zu unschönen Szenen im Eintracht-Block vor dem Spiel. Fans beider Mannschaften bewarfen sich kurz vor dem Anpfiff der Partie am Donnerstagabend gegenseitig mit Sitzschalen. Die Polizei räumte daraufhin einen Frankfurter Fanblock.

Bobic: "So etwas will keiner sehen"

"So etwas will keiner sehen. Fliegende Sitze, das passt hier nicht her", sagte Bobic. "Das ärgert mich, denn wir sind unter Beobachtung und haben in der großen Überzahl total gute Fans."

Nach den Ausschreitungen von Rom und Mailand in der Vorsaison und den Vorkommnissen beim Playoff-Rückspiel gegen Racing Straßburg droht dem derzeit auf Bewährung spielenden hessischen Fußball-Bundesligisten eine weitere Strafe durch die UEFA, die bisher stets von einem möglichen Fan-Ausschluss abgesehen hat und mitteilte, erst den offiziellen Spielbericht abwarten zu wollen.

Darauf hofft die Eintracht auch dieses Mal. Zumal die Frankfurter Anhänger von Vitoria-Fans provoziert worden waren, ehe sie zahlreiche Sitzschalen schleuderten. "Das ist einfach nur dämlich. Es gibt absolut keinen Grund, so etwas zu machen", rügte Mittelfeldspieler Sebastian Rode das Auftreten einiger Hitzköpfe. "Es waren unschöne Szenen", räumte Sportdirektor Bruno Hübner ein. "Aber man hat gesehen, dass es nur ein ganz kleiner Teil der Fans gewesen ist. Ich hoffe, dass es keine Sanktionen gibt."

Riesenchance für Silva

Ungeachtet der Vorkommnisse war die Mannschaft von Trainer Adi Hütter zunächst gleich auf der Höhe und hatte nach drei Minuten die große Chance zur Führung, als André Silva aus kurzer Entfernung den Ball über das Tor setzte. Zuvor hatte sein portugiesischer Landsmann Goncalo Pacienca den Ball erobert.

Rönnow "fehlerfrei"

Auf der Gegenseite durfte sich Frederik Rönnow in seinem ersten Pflichtspiel seit fast einem Jahr bei zwei Distanzschüssen ein wenig Sicherheit holen. Der Däne rückte für den an der Schulter verletzten Nationaltorhüter Kevin Trapp zwischen die Pfosten und dürfte bis zur Winterpause die neue Nummer eins sein. "Das war absolut fehlerfrei", lobte Bobic.

In der 16. Minute wäre aber auch Rönnow geschlagen gewesen, als Leo Bonatini aus kurzer Entfernung den Innenpfosten traf. Den Nachschuss setzte Davidson über das Tor.

Kreativität und Tempo fehlen

Der Eintracht fehlte es an Kreativität und Tempo im Spiel, nur selten kamen die Hessen zu gefährlichen Abschlüssen wie beim Schuss von Erik Durm (30.). Also mussten es die Standards richten. Nach einer Ecke von Djibril Sow köpfte Ndicka zur Führung ein und markierte so sein erste Europapokal-Tor.

Im zweiten Durchgang erhöhte Guimaraes den Druck und brachte die Eintracht-Defensive zunehmend in die Bredouille. Entlastung gab es von den Frankfurtern in dieser Phase kaum mehr. Einzig die fehlende Durchschlagskraft der Portugiesen hielt die Hütter-Mannschaft im Spiel. Als Vitoria aufmachte, wäre der Eintracht fast das zweite Tor gelungen, doch der portugiesische Schlussmann Miguel Silva parierte zweimal großartig: Erst beim Schuss von André Silva (72.), dann beim Kopfball von Filip Kostic (75.).

Sebastian Rode am FFH-Mikro

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