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Offenbacher Terrorverdächtiger in U-Haft

Nach Terror-Razzia in Offenbach - Hauptverdächtiger in Untersuchungshaft

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Symbolbild

Nach den Festnahmen wegen des Verdachts auf einen geplanten Anschlag im Rhein-Main-Gebiet ist gegen einen 24-Jährigen Haftbefehl erlassen worden.  Es bestehe Fluchtgefahr, sagte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Nadja Niesen.

Mutmaßliche Komplizen wieder frei

Seine beiden ebenfalls festgenommenen mutmaßlichen Komplizen befänden sich wieder auf freiem Fuß. Gestern hatten Ermittler drei Wohnungen in Offenbach wegen des Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat durchsucht. Dabei wurden drei Männer im Alter von 24, 22 und 21 Jahren festgenommen. Bei ihnen handelt es sich um einen 24 Jahre alten Deutschen mazedonischer Abstammung sowie zwei türkische Staatsangehörige im Alter von 22 und 21 Jahren,  wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das Hessische Landeskriminalamt mitteilten.

Anschlag im Rhein-Main-Gebiet geplant

Die Verdächtigen sollen sich in der Vergangenheit als Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" bezeichnet haben. Den Ermittlungen zufolge hätten sie Vorbereitungen getroffen, um im Rhein-Main-Gebiet mittels Sprengstoff oder Schusswaffen eine religiös motivierte Straftat zu begehen und dabei möglichst viele Menschen zu töten, hieß es.

Beweismittel sichergestellt

Bei den Durchsuchungen seien "zahlreiche Beweismittel" gefunden worden. Der 24-jährige Hauptbeschuldigte ist laut Mitteilung dringend verdächtig, sich bereits Bestandteile zur Herstellung von Sprengstoff beschafft und im Internet nach Schusswaffen gesucht zu haben. Der Mann soll noch heute vor den Haftrichter kommen.

Chemikalien für Sprengstoff schon besorgt

Der 24-jährige Hauptbeschuldigte ist laut Mitteilung dringend verdächtig, sich bereits Chemikalien und Geräte zur Herstellung von Sprengstoff beschafft und im Internet nach Schusswaffen gesucht zu haben. Wie genau man auf die Männer aufmerksam geworden war, führte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft zunächst nicht näher aus. Es habe auch verdeckte Ermittlungen gegeben. Bei den Durchsuchungen  waren den Angaben zufolge rund 170 Beamte des Landeskriminalamtes, des Polizeipräsidiums Südosthessen sowie Spezialkräfte der hessischen Polizei beteiligt.

Oberstaatsanwältin Nadja Niesen

Bei dem Anschlag sollten möglichst viele Menschen sterben

Oberstaatsanwältin Nadja Niesen

Bei den Durchsuchungen sind Beweismittel sichergestellt worden

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