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Fünf Jahre Haft: Schmiere bei Überfall gestanden

Fünf Jahre Haft - Schmiere bei Überfall gestanden

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Symbolbild

Rund zwei Jahre nach dem Überfall auf ein Schmuckhändler-Ehepaar in Frankfurt ist ein weiterer Täter zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Die Strafkammer ging von Raub und gefährlicher Körperverletzung aus. Der 28-jährige Angeklagte hatte nach Überzeugung der Richter bei der Tat im Oktober 2017 in Frankfurt-Griesheim in der Nähe des Geschäftes Schmiere gestanden und die drei Haupttäter telefonisch über die baldige Ankunft der Opfer an deren Privathaus in der Nähe informiert.

Mann wurde getötet, Frau schwer verletzt

In dem Haus kam es zu dem gewaltsamen Überfall auf die jeweils 78 Jahre alten Eheleute. Der Mann wurde getötet, die Frau schwer verletzt. Drei der Räuber konnten noch in dem Haus festgenommen werden, ein vierter flüchtete und ist bis heute verschwunden. Die Täter wurden im Oktober vergangenen Jahres zu zwölf, achteinhalb und acht Jahren Haft verurteilt.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Der 28-Jährige, der bei der Gewalttat im Haus nicht dabei war, wurde erst später von Russland ausgeliefert und musste deshalb in einem getrennten Verfahren angeklagt werden. Die Staatsanwaltschaft hatte fünfeinhalb, der Verteidiger dreieinhalb Jahre gefordert. Laut Urteil wurde die Tötung des Schmuckhändlers nicht dem Schmiere stehenden Täter zugerechnet, weil dies nicht von vorneherein geplant gewesen sei. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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