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2:2! Eintracht holt 0:2-Rückstand gegen Hertha auf

0:2-Rückstand aufgeholt - 2:2! SGE holt einen Punkt gegen Hertha

Trotz guter Leistung wieder nicht gewonnen: Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt holt einen 0:2-Rückstand auf und sichert sich mit dem 2:2-Unentschieden einen Punkt gegen Hertha BSC. Lukebakio (30.) und Grujic (63.) brachten Berlin mit 2:0 in Führung, Hinteregger (65.) und Rode (86.) glichen für Frankfurt aus. 

Rode: "Müssen enttäuscht sein"

"Wir müssen heute enttäuscht sein. Wir haben sehr viele Chancen herausgespielt", sagte Rode. "Es sind zwei verlorene Punkte. Das tut richtig weh." Bei strömendem Regen sahen die fröstelnden Zuschauer einen verhaltenen Beginn - wurden aber mit einer nervenaufreibenden und äußerst unterhaltsamen Schlussphase versöhnt.

In den Strafräumen ereignete sich bis zur 20. Minute nicht allzu viel. Dann aber reagierte Hertha-Keeper Thomas Kraft bei einem Kopfball von Almamy Touré glänzend und hatte Glück, dass der Nachschuss von André Silva am Pfosten vorbeiging.

Lukebakio trifft in der Frankfurter Drangphase

Auf der anderen Seite stand zuvor Davie Selke frei vor dem Tor - aber auch im Abseits (13.). Die Berliner zeigten vielversprechende Ansätze und standen vor allem defensiv deutlich sicherer als gegen Dortmund, als es nach 20 Minuten schon 0:2 gestanden hatte. Die Eintracht war zwar spielbestimmend und mit mehr Ballbesitz und kam zu Chancen durch Touré (20.), Djibril Sow (21.) und Hinteregger (28.), doch das Tor fiel auf der Gegenseite. Nach feiner Kombination über Marvin Plattenhardt und Grujic drang Lukebakio auf der linken Seite in den Strafraum ein und überwand Frankfurts Keeper Frederik Rönnow.

Confed-Cup-Sieger Plattenhardt war einer von drei Neuen, die Klinsmann im Vergleich zum 1:2 gegen den BVB brachte. Marius Wolf, Per Skjelbred (fiel kurzfristig wegen muskulärer Probleme aus) und Maximilian Mittelstädt mussten für Plattenhardt, Lukas Klünter und Ondrej Duda weichen. Beim Europa-League-Starter aus Frankfurt wählte Trainer Adi Hütter eine sehr offensive Aufstellung und baute auf das portugiesische Sturmduo André Silva und Goncalo Paciencia sowie auf Spielmacher Daichi Kamada.

Der Japaner, zuletzt beim 2:1-Sieg beim FC Arsenal mit zwei Treffern der Matchwinner, erzielte kurz nach der Berliner Führung das vermeintliche 1:1 (38.), doch Schiedsrichter Christian Dingert (Lebecksmühle) gab das Tor nach Videobeweis wegen eines vorangegangenen Foulspiels im Mittelfeld nicht.

Hinteregger und Rode treffen

Auch nach dem Wechsel mühten sich die Gastgeber um Struktur und Kreativität im Spiel nach vorne. Doch Hertha hielt mit körperlicher Robustheit und Einsatzwille dagegen. Grujic belohnte den engagierten Auftritt mit dem Treffer zum 0:2, Euphorie kam bei Klinsmann jedoch nicht auf. Zurecht, wie sich zeigen sollte, als Hinteregger aus kurzer Distanz zum 1:2 einköpfte und das Spiel wieder spannend machte. Spannend und hitzig. In der 71. Minute lag der Ball erneut im Berliner Tor, doch Paciencia hatte zuvor Hertha-Torwart Kraft im Fünfmeterraum behindert. Vier Minuten vor Schluss gab es dann jedoch nichts zu überprüfen: Der eingewechselte Rode sorgte mit einem wuchtigen Schuss aus kurzer Distanz für den verdienten Ausgleich.

Hütter: "Keine gute Schiedsrichter-Leistung"

Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter hat nach Spiel Kritik am Unparteiischen Christian Dingert geübt. "Ich habe heute auch keine gute Schiedsrichter-Leistung gesehen. Die Aktion mit Almamy Touré, bei der er den Ball spielt und Gelb kriegt - das habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen", sagte der Österreicher nach der Auftakt-Partie des 14. Spieltags in der Fußball-Bundesliga. Hütter räumte dennoch ein, dass Referee Dingert die entscheidenden Szenen wohl richtig bewertet habe.

Eintracht-Abwehrspieler Martin Hinteregger nach dem Spiel am FFH-Mikro

Eintracht-Trainer Adi Hütter im Gespräch mit FFH-Reporterin Sonja Pahl

Die Eintracht-Fans nach dem Spiel am FFH-Mikro

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