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Zweiter Prozess: Messerattacke auf Marktplatz

Zweiter Prozess eröffnet - Messerattacke auf Marktplatz in Kelkheim

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Symbolbild

Wegen einer lebensgefährlichen Messerattacke auf dem Marktplatz von Kelkheim muss sich seit heute ein 52-Jähriger vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten. Die Anklage legt dem Italiener versuchten Totschlag zur Last. Den Ermittlungen zufolge soll der Angeklagte seinem 42 Jahre alten Opfer vier Stiche zugefügt haben, um eine vorausgegangene Beleidigung seiner Tochter zu erwidern. Der schwerverletzte Mann musste daraufhin notoperiert werden.

Prozess kommt nur zögernd in Gang

Ein erster Prozess musste im Dezember wegen Befangenheit des Vorsitzenden Richters abgebrochen werden. Der Jurist hatte sich darüber in der Verhandlung echauffiert, dass die 16 Jahre alte Tochter im Zeugenstand die Stiche auf die eigene Schulter genommen hatte, um den Vater zu entlasten. Auch der zweite Prozess kam nur zögernd in Gang. Die Verteidigerin stellte auch gegen die neue Vorsitzende der Strafkammer einen Befangenheitsantrag, rügte darüber hinaus die Besetzung der Richterbank und verlangte schließlich, das gesamte Verfahren auszusetzen. Nach der Verlesung der Anklageschrift wurde die Verhandlung daraufhin unterbrochen.

Angeklagter bestreitet Tat

Im ersten Prozess hatte der Angeklagte bestritten, der Messerstecher gewesen zu sein. Er sei lediglich auf dem Marktplatz von Kelkheim (Main-Taunus-Kreis) gewesen und habe den allgemeinen Tumult nach der Verletzung des Opfers miterlebt. Der Prozess soll nun am Donnerstag fortgesetzt werden. Die Strafkammer hat vorerst sieben Verhandlungstage bis Mitte Februar terminiert.

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