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Prozessbeginn: Ex-Freundin mit Kopfschuss getötet

Prozessbeginn in Frankfurt - Ex-Freundin mit Kopfschuss getötet

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Symbolbild

Wegen Mordes an seiner ehemaligen Lebensgefährtin ist vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess gegen einen 56-Jährigen eröffnet worden. Der Anklage zufolge lockte der Deutsche die 22-Jährige im vergangenen August in der Nähe eines Reiterhofs in Hofheim-Langenhain (Main-Taunus-Kreis) in einen Hinterhalt.

Anschließend soll er die junge Frau mit einer Pistole aus nächster Nähe in den Kopf geschossen haben. Die Frau starb noch am Tatort. Die 22-Jährige sei "heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen" getötet worden, hieß es. Am ersten Verhandlungstag erklärte der Angeklagte, sich zunächst weder zu seiner Person noch zu den Vorwürfen äußern zu wollen.

Angeklagter hatte Tat bestritten

Am Tag nach der Tat stellte sich der Wiesbadener der Polizei und sitzt seither in Untersuchungshaft. Im Verlauf der Ermittlungen hatte er mehrfach bestritten, der Täter gewesen zu sein. Den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft zufolge aber war eine "übersteigerte Eifersucht" des Mannes das Hauptmotiv, die Frau zu töten. Rund vier Wochen vor der Tat hatte sie sich von dem 34 Jahre älteren Mann laut Anklage endgültig getrennt. Zuvor schon kam es offenbar wiederholt zu Zerwürfnissen, die aber immer wieder durch die Rückkehr der Frau beigelegt werden konnten.

Opfer sollte "keinen anderen haben"

Nach der abermaligen Trennung aber sei der 56-Jährige "besessen von dem Gedanken gewesen, dass sie kein anderer haben darf", so die Anklage. Schon mehrere Wochen vor der Tat habe er ihr nachgestellt, weil sie seiner Ansicht nach "ein Recht auf Weiterleben verwirkt hatte". Weil er für die halbautomatische Waffe mit Schalldämpfer und Zielfernrohr keine Erlaubnis besaß, geht die Anklage auch von waffenrechtlichen Verstößen aus.

Gerichts-Termine bis Ende Juli angesetzt

Die Schwurgerichtskammer steht vor einer ausgedehnten Beweisaufnahme mit zehn Verhandlungstagen bis Ende Juli. An der Verhandlung nehmen auch mehrere Verwandte des Opfers als Nebenkläger teil.

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