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Prozess: Frau eingesperrt, gequält und getötet

Prozess in Darmstadt - Frau eingesperrt, gequält und getötet

Weil sie eine 55 Jahre alte Frau jahrelang gequält, eingesperrt und 2016 getötet haben sollen, stehen seit Donnerstag eine 50-Jährige, ihr 26 Jahre alter Sohn und ein 24 Jahre alter Mitbewohner vor dem Landgericht Darmstadt. Mutter und Sohn sind wegen Mordes angeklagt, der Mitbewohner wegen Totschlags.

Von Mutter beobachtet gefühlt

Der 24-Jährige bestätigte über seinen Anwalt die Anklage. Demnach hatten Mutter und Sohn das fünf Jahre bei ihnen in der Frankfurt lebende Opfer töten wollen. Der Sohn soll angefangen haben, die Frau mit einer Plastiktüte zu ersticken. Auf Weisung der Mutter soll der 24-Jährige die Tat vollendet haben. Die Angeklagte schwieg. Ihr Sohn verwies auf seine Aussage bei der Polizei. Im Gericht wollte er nicht aussagen, weil er sich von seiner Mutter beobachtet fühle.

Tarotkarten gelegt

Der 32 Jahre alte Sohn der Getöteten sagte aus, dass seine arbeitslose Mutter nach der Trennung von seinem Vater die 50-Jährige kennengelernt habe. "Die Angeklagte hat viele merkwürdige esoterische Sachen mit ihr gemacht", sagte der 32-Jährige. Unter anderem habe die Angeklagte Tarotkarten gelegt und behauptet, seine Mutter müsse Alkohol gegen einen angeblichen Gehirntumor trinken.

Elf Verhandlungstage

Das Verfahren läuft bei einer Darmstädter Jugendkammer, weil der jüngste Angeklagte zum Tatzeitpunkt Heranwachsender und im Gerichtsbezirk Darmstadt gemeldet war. Es sind vorerst elf Verhandlungstage bis 15. Juli angesetzt.

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