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Kritik an fehlendem Kläranlagen-Update

FDP-Fraktion mahnt - Kritik an fehlendem Kläranlagen-Update

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Symbolbild

Hessen hinkt beim Ausbau kommunaler Kläranlagen für die Eliminierung von Spurenstoffen nach Ansicht der FDP-Landtagsfraktion hinterher. Dass noch keine einzige Anlage mit einer sogenannten vierten Reinigungsstufe in Betrieb sei, "ist katastrophal", erklärte die umweltpolitische Sprecherin Wiebke Knell in Wiesbaden. "Andere Bundesländer, zum Beispiel Baden-Württemberg, sind da schon weiter." Knell bezog sich auf die Antwort des Umweltministeriums auf eine parlamentarische Anfrage.

Drei Anlagen haben Förderung erhalten

Darin heißt es unter anderem, dass derzeit im Zuge der "Spurenstoffstrategie Hessisches Ried" vorgesehen sei, die Kläranlagen Bickenbach, Büttelborn, Darmstadt, Langen, Mörfelden-Walldorf und Weiterstadt mit der vierten Reinigungsstufe auszustatten. Die Betreiber von drei dieser Anlagen hätten bislang eine Förderung des Landes erhalten: Bickenbach, Büttelborn und Mörfelden-Walldorf.

Rückstände von Arzneimitteln

Zu den Spurenstoffen zählen unter anderem Rückstände von Arzneimitteln oder Kosmetika. Auch wenn diese nur in geringen Konzentrationen im Wasser vorliegen, haben diverse Untersuchungen gezeigt, dass negative Effekte auf die Umwelt auftreten können, wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie auf seiner Internetseite erklärt.

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