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Festivalbetreiber wollen gehört werden

Aktionsbündnis aus ganz Hessen - Festivalbetreiber wollen gehört werden

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Symbolbild

Festivalbetreiber aus ganz Hessen haben sich jetzt zu einem Aktionsbündnis zusammengetan. Das Motto: „Bühnen eine Bühne geben“. Sie wollen gehört werden von der Politik und haben dazu ein mehrseitiges Positionspapier entworfen. Darin heißt es unter anderem: "Ohne Antworten, ohne den regelmäßigen Austausch wird es 2021 keine Festivals in Hessen geben." Die Befürchtung ist, dass manche Organisatoren vielleicht ganz aufgeben - weil die Perspektive fehlt.

Forderung: Klar definierte Öffnungsabläufe

Neben einer transparenten Kommnikation zwischen Politik und Kultur möchte das Aktionsbündnis Planungssicherheit. Hier hoffen die Festivalbetreiber auf klar definierte Öffnungsabläufe. Zudem wird eine Zusage über Ausgleichszahlungen für die restliche Festivalsaison gefordert. Außerdem sollen die Verbote nicht an Inzidenzwerte von Gemeinden oder Kreise gekoppelt, sondern individuelle auf die Veranstaltung betrachtet werden.

42 Festivals beim Aktionsbündnis dabei

Mehr als 40 Festivals sind bei dem Aktionsbündnis dabei. In Südhessen unter anderem das Starkenburg-Festival Heppenheim, das Frankenstein-Kulturfestival oder das Sound of the Forest im Odenwald. Auch Harry Hegenbarth aus Bensheim ist in der Region ein bekannter Festival-Macher. Er sagte uns: "Wir merken, dass vieles an uns vorbei geschieht." Er wünscht sich, dass Entscheider auch mal nachfragen, ob die entworfenen Pläne auch wirklich Sinn machen.

Gunter Lorz: "Von der Politik im Stich gelassen"

Auch das Herzberg-Festival in Breitenbach in Osthessen ist Teil des Aktionsbündnisses. Festival-Betreiber Gunter Lorz sagt, dass es auch in diesem Jahr kein Herzberg-Festival geben wird - und dass darunter nicht nur die Künstler, sondern auch Techniker, Gastronomen und Einzelhändler leiden. Als das Festival abgesagt werden musste, habe er sich von der Politik im Stich gelassen gefühlt - und fordert, dass die Politik mehr in den Dialog mit Festival-Betreibern tritt. 

Benjamin May

Reporter
Benjamin May

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