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Losgerissenes Pferd galoppiert durch Darmstadt

Wilder Westen in Südhessen - Autofahrer stoppen Pferd kurz vor der A5

© dpa

Symbolfoto

In Darmstadt haben mutige Autofahrer ein ausgebüxtes Pferd gerade noch daran gehindert, auf die Autobahn zu galoppieren.

Der Araber-Hengst hatte sich am Donnerstagabend beim Ausführen von seiner Besitzerin losgerissen und war "völlig außer Kontrolle" auf den Hauptverkehrsstraßen vom Stadtteil Arheilgen in Richtung Stadtmitte gerannt, wie die Polizei uns mitgeteilt hat.

Im wilden Galopp durch die City

"Der wilde Galopp ging auf der Frankfurter Landstraße an Merck vorbei bis zum Willy-Brandt-Platz in die Innenstadt. Von dort in westliche Richtung in Richtung Hauptbahnhof", hieß es von der Polizei. Das Pferd sei dann über die B26 in Richtung Autobahnkreuz weitergelaufen und habe dann schließlich die Auffahrts-Rampe zur A5 erreicht. Hier stellten nach Polizeiangaben mehrere Autofahrer ihre Fahrzeuge quer und hinderten den zwei Jahre alten Hengst daran, auf die Fahrbahn zu laufen. Ein Insasse habe das Tier schließlich am Zaumzeug gepackt. 

Sieben Streifenwagen im Einsatz

Sofort nach der Einfang-Aktion der Autofahrer sei eine Streife der Autobahnpolizei eingetroffen und habe den Hengst übernommen. Die Besitzerin holte dann das leicht an den Hufen verletzte Tier schließlich mit einem Anhänger ab. Bei dem Einsatz seien sieben Streifenwagen der Polizei beteiligt gewesen. Insgesamt habe das Pferd innerhalb von 12 Minuten knapp zehn Kilometer zurückgelegt.

Mit mehr als 40 km/h 

Der Polizeieinsatzleiter rechnete aus, dass der Hengst mit einer "Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h" unterwegs war. Er sagte uns: "Das war wirklich der Wahnsinn. Wir haben in den 12 Minuten sprichwörtlich den Atem angehalten und gehofft, dass nichts passiert." Es sei großes Glück gewesen, dass niemand verletzt worden sei und das Pferd noch vor der A5 gestoppt werden konnte.

Marc Wilhelm

Reporter
Marc Wilhelm

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