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Strommasten "schweben" durch den Odenwald

Hubschrauber im Einsatz - Strommasten "schweben" durch den Odenwald

Ungewöhnliche Bilder, die im Odenwald zu sehen sind: Dort transportiert ein spezieller Hubschrauber dutzende Strommasten weg. Zwischen Hirschhorn und Erbach wird das Hochspannungsnetz umgebaut, sodasss die Masten nicht mehr benötigt wertden. 

Demontage mit Helikopter geht schnell

Wie läuft das ab? Der Schwerlast-Helikopter einer Schweizer Spezialfirma wird hierzu ruhig über dem Mast in der Luft stehen. Unter dem Hubschrauber hängt ein rund 80 Meter langes Seil mit einem Lasthaken. Ein Monteur in der Spitze des Mastes sorgt dafür, dass der Transport starten kann: Er hakt den Mast ins Huschrauber-Seil ein. Der Schwerlast-Helikopter wird dann mit seiner rund vier Tonnen schweren und 28 Meter langen Fracht aufsteigen und den Mast zu einem Lande- und Demontageplatz fliegen. Dort werden die Masten in ihre Einzelteile zerlegt.

255 Tonnen werden geflogen

„Die meisten Masten dieser Hochspannungsverbindung stehen nicht an Straßen oder Wegen und sind in unwegsamem Gelände nicht problemlos mit schwerem Demontage-Gerät anfahrbar", erklärt Projektleiter Tobias Umbach von der Westnetz. Innerhalb von zwei Tagen sollen 63 Masten mit einem Gesamtgewicht von 255 Tonnen von ihren Fundamenten zu den Sammelplätzen geflogen werden.

Nur starker Wind könnte Arbeiten behindern

Sollten Gewitter oder starke Winde den Einsatz des Helikopter behindern, können die Arbeiten bis Freitag ausgeweitet werden. Zu FFH sagten die Organisatoren, dass Regen keine Probleme darstelle. Neun Masten auf der 16 Kilometer langen Freileitungsverbindungen wird Westnetz mit einem Kranwagen direkt am Maststandort in Einzelteile zerlegen und mit dem LKW abtransportieren. Diese Masten stehen in relativer Nähe zu Gebäuden, was gegen den Einsatz des Helikopters spricht.

Tierhalter werden um Vorkehrungen gebeten

Anwohner entlang der Trasse werden die Arbeiten auch aufgrund der Geräusche des Helikopters bemerken. Da Tiere auf die ungewohnten Geräusche zum Beispiel mit Fluchtverhalten reagieren können, wurden bereits im Vorfeld die landwirtschaftlichen Betriebe entlang der Trasse kontaktiert. So sollen Pferde und Rinder auf Weiden stehen, da die Tiere sich in den Stallungen unter Umständen Verletzungen zuziehen könnten. Auch Besitzer von Haustieren sollten Vorkehrungen treffen, falls die Tiere auf den Lärm reagieren.

FFH-Reporter Felix Breiner war mit dabei

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