Nachrichten > Südhessen >

Frauenmord-Prozess: Angeklagter Ehemann schweigt

Prozessstart nach Frauenmord - Angeklagter aus Biebesheim schweigt

© dpa

Symbolbild

Zum Auftakt des Prozesses wegen Mordes an seiner Frau hat der angeklagte Ehemann am Dienstag vor dem Landgericht Darmstadt zu den Vorwürfen geschwiegen. Gutachter gaben als Zeugen aber an, dass der 27-Jährige im September im Gefängnis die Tat bestritten habe. Er habe angegeben, dass aus seiner Sicht einer seiner Arbeitskollegen als Täter in Frage komme.

Den Gutachtern zufolge hatte der Angeklagte erklärt, dass seine Frau am Nachmittag des 27. Februar alleine spazieren gegangen sei. Nach einiger Zeit habe er sie zusammen mit den gemeinsamen, jetzt sieben und fünf Jahre alten Kindern sowie der Schwägerin gesucht und ihre Leiche in einem Gebüsch in Biebesheim gefunden.

Angeklagter soll Frau laut Staatsanwaltschaft erwürgt haben

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen vor, seine Ehefrau, mit der er seit 2013 verheiratet war, wegen seiner "von Eifersucht getriebenen Geisteshaltung" erwürgt und dann in das Gebüsch gelegt zu haben. "Wenn er sie nicht haben kann, sollte sie auch kein anderer haben", beschrieb Staatsanwalt Ansgar Martinsohn aus Sicht der Anklage das Motiv.

Frau hatte beschlossen sich zu trennen

Die 27-jährige Frau habe im Februar beschlossen, sich zu trennen, "weil sie die Eifersucht und extremen Kontrollen nicht mehr aushielt". Einen Tag vor ihrer Ermordung habe sie einen Termin bei einer Frauenhilfeeinrichtung gehabt. Der Prozess wird am 21. Oktober fortgesetzt.

 

nach oben