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Protestmarsch gegen mehr Güterzüge in Weiterstadt

Zu viel Lärm - Protestmarsch gegen neue Güterzug-Trasse

Weiterstadt wehrt sich gegen die Pläne der Deutschen Bahn mit einem Protestmarsch unter dem Motto "1000 Schritte gegen Bahnlärm". Im Bereich Weiterstadt soll eine zweigleisige „kleine Weiterstädter Kurve“ gebaut werden, auf welcher die Güterzüge an die Nord-Süd-Trasse entlang der A5 angebunden werden sollen.

Nachts dann alle dreieinhalb Minuten ein Güterzug

Die Konsequenz: Die ohnehin schon starke Lärmbelastung könnte sich deutlich erhöhen, weil sich das Zugaufkommen nachts fast verdoppeln soll. "Es sollen dann 131 Züge pro Nacht sein", erzählt Anwohner Peter Rohrbach. Er ist auch Sprecher der Interessengemeinschaft Neubaustrecke. Alle dreieinhalb Minuten würde dann ein Zug an den Häusern vorbeirollen. "Da kann man sich ja mal vorstellen, wie dann die Nacht wird", sagt Peter Rohrbach.

Protestmarsch im Bereich der neuen Strecke

Im Rahmen des Protestmarschs werden der Rathaus-Chef mit Lokalpolitikern und der Bevölkerung vom Weiterstädter Bahnhof zur Anlage des Reit- und Fahrvereins Weiterstadt am Gräfenhäuser Weg laufen. In diesem Bereich soll die neue Strecke entlanglaufen. Treffpunkt für den rund 1000 Meter langen Marsch ist um 15 Uhr auf dem Park+Ride-Parkplatz am Bahnhof.

"Strecke weg von den Menschen"

Bürgermeister Ralf Möller über seinen Vorschlag zu einer alternativen Streckenführung

Wir fordern, die Streckenführung komplett neu zu überdenken. Die Firmen Güterzüge nicht entlang der des Wohngebietes, sondern entlang der Autobahn A sieb und sechzig l zu führen, wo deutlich weniger Menschen leben und wir auch einen Grund Geräuschpegel entlang der Autobahn auch haben. Das heißt weit weg von den Mensch. Schon, dass wir auch nachts in Ruhe schlafen können.

"Verhältnismäßigkeit wird nicht gewahrt"

Bürgermeister Ralf Möller über die geplanten Bauarbeiten

Wir werden mehrere Jahre Bauzeit haben, die bei vielleicht noch akzeptieren würden, wenn im Nachhinein die Situation besser werden würde. Aber sie wird sich dann eben auch noch verschlechtern. Und das in unmittelbarer Nähe der Wohnbebauung, das sehen wir einfach die Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt

"Alle dreieinhalb Minuten ein Güterzug"

Anwohner Peter Rohrbach ist auch Sprecher der IG Neubaustrecke

Jetzt schon sehr laut, dann bei Ausbau, der Strecke und der Verlagerung des Güterverkehrs in der Nacht auf ein Hundert ein und dreißig des einer Verdopplung. Das heißt alle dreieinhalb Minuten. Ein Zug kann es mir vorstellen, wie dann die Nacht aussieht wie Wohnung. Circa Hundert Meter von der SPD von der Strecke weg

"Es gab falsche Zahlen"

Anwohner Peter Rohrbach ist auch Sprecher der IG Neubaustrecke

Grundsätzlich sollte die Strecke verlegt werden, und zwar entlang der sieb und sechzig, so wie wir es vorgeschlagen haben. Wir sind der Meinung, dass falsche Zahlen zugrunde gelegt worden sind. Die neuen Zahlen kamen jetzt erst mit der Verdopplung der Nachtreiher Güterverkehrs Züge von Dyck sein muss einfach nochmal das Auswahlverfahren neu gestartet werden, scanne zu sein, dass man das Schutzgut Mensch so schwach bewertet mit falschen Zahlen

Bürgermeister: "Wir lehnen das ab"

Auch Vertreter der DB Netz AG werden vor Ort sein und über den aktuellen Stand der Planungen informieren. Die Veranstaltung organisiert die Stadt zusammen mit der IG Neubaustrecke Weiterstadt. "Wir wollen Geschlossenheit der Bahn gegenüber demonstrieren, dass wir Weiterstädter diese Variante ablehnen", sagte Bürgermeister Ralf Möller im Gespräch mit FFH-Reporter Benjamin May.

Lärm auch durch Flugzeuge und Autos

Ende November hatte die Deutsche Bahn ihre Vorzugsvariante bekanntgegeben, woraufhin die Stadt Weiterstadt Maßnahmen in die Wege leitete. Es wurde unter anderem ein Schallgutachter beauftragt, der sich intensiv mit den Belastungen in Weiterstadt beschäftigt und von der Deutschen Bahn vorgelegte Schallberechnungen prüft. "Wir haben hier ja nicht nur Lärm durch Güterzüge, sondern vor allem auch durch die A5 und den Flughafen", erklärt Bürgermeister Ralf Möller.

Trassenverlauf entlang der A67 gefordert

Die geplante Trassenführung soll verhindert werden. Stadt und IG Neubaustrecke wünschen sich einen Trassenverlauf entlang der A 67. Falls dies nicht gelingt, fordert die Stadt einen übergesetzlichen Lärmschutz. Hierzu zählen etwa eine frühere Troglage, schallabsorbierende Trogwände oder flache und geschliffene Schienen. „Wir werden auch den Weg über den Deutschen Bundestag gehen, um im Rahmen einer parlamentarischen Befassung für die berechtigten Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger zu kämpfen“, stellt Bürgermeister Ralf Möller klar. 

Benjamin May

Reporter
Benjamin May

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