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Glasscherben vergraben: Spielplatz gesperrt

Glasscherben im Sand vergraben - Gemeinde sperrt Kinderspielplatz

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Symbolbild

In Bischofsheim im Kreis Groß-Gerau ist ein Kinderspielplatz gesperrt worden. Dort hat irgendwer im Sand bis zu 25 Zentimeter große Glasscherben verbuddelt, wie die Gemeinde mitteilte. „Sie wirken wie ein Messer, wenn ein Kind – vielleicht sogar noch mit nackten Füßen – auf die scharfen Glaskanten aufkommt“, will die Leiterin des Bauhofs, Susanne Schnell, nicht daran denken, was hätte passieren können. „Wir müssen den kompletten Sand an allen Spielgeräten austauschen“, erklärt Schnell, warum der Platz jetzt länger nicht benutzbar sein wird.  

Auch letzten Sommer Fälle

Es ist nicht das erste Mal, dass Scherben auf diesem Spielplatz aufgefunden wurden. Verstreute Flaschenscherben liegen immer wieder herum. Im Juli vor einem Jahr entdeckten Mitarbeiter des Bauhofs dann aber bei ihren routinemäßigen Kontrollgängen vergrabene scharfkantige Glasflaschenböden vor der Rutsche. Nicht nur der Spielplatz am „Alten Gerauer Weg“, sondern auch der Spielplatz „Im Klinker“, war betroffen.

Bürger sollen genau beobachten

Bürgermeister Ingo Kalweit dazu: „Dass sich so etwas in noch schlimmerer Form wiederholt, werden wir keinesfalls hinnehmen. Der Bauhof ist angewiesen, jeden Fall bei der Polizei zur Anzeige zu bringen.“ Neben den engmaschigen Kontrollgängen durch Mitarbeiter des Bauhofs, könne die soziale Kontrolle durch Spielplatzbesucher und Anwohner zur Aufklärung betragen, hofft Kalweit. „Wer beobachtet, dass Manipulationen an Spielgeräten oder dem Sand vorgenommen werden, ruft bitte sofort die Polizei Bischofsheim an“, fordert der Bürgermeister die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf.

Benjamin May

Reporter:
Benjamin May

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