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Getötete Radfahrer: "Ride of Silence" in Darmstadt

"Ride of Silence" in Darmstadt - Tour im Gedenken an getötete Radfahrer

© privat

So sehen die weißen "Ghostbikes" (Geisterräder) aus, die in Darmstadt an mehreren Stellen an getötete Radfahrerinnen und Radfahrer erinnern

Mit einem sogenannten „Ride of Silence“ – also einer Fahrt der Stille – gedenkt am Mittwochabend eine Rad-Initiative in Darmstadt mehrerer getöteter Radfahrer im Straßenverkehr.

In weißer Kleidung unterwegs

Die Demonstrierenden starten ihre Fahrrad-Tour um 19 Uhr am Karolinenplatz. Sie wollen in ruhigem Tempo radeln - auch ohne Lautsprecher oder irgendwelche Musik. Die teils in weißer Kleidung fahrenden Radler wollen vor allem auf Unfallschwerpunkte aufmerksam machen.

"Ghostbikes" als Mahnmal

Zwischenstopps der Gruppe sind daher die sogenannten Ghostbikes. Das sind weiß lackierte Fahrräder (Foto). Sie stehen in Darmstadt als mahnende Erinnerung an Stellen, an denen Radfahrerinnen und Radfahrer im Straßenverkehr getötet wurden, zum Beispiel an der Eschollbrücker Straße oder an der Kreuzung Bismarckstraße/Kasinostraße. Seit 2015 kamen in Darmstadt sechs Radfahrer bei Kollisionen mit Autos oder Lastwagen ums Leben.

ADFC ruft zur Teilnahme auf

Weltweit demonstrieren heute Radfahrende für mehr Aufmerksamtkeit und Sicherheit im Straßenverkehr. Der Ride of Silence findet in 350 Städte gleichzeitig statt. 

Zahl der tödlichen Unfällen mit Fahrräder steigt

Insgesamt wurden 2018 laut Statistischem Landesamt in Hessen 33 Fahrradfahrer getötet und 4068 verletzt. Die meisten Radunfälle passierten in Städten: 23 Radfahrer starben innerhalb geschlossener Ortschaften und nur 10 außerhalb. In Frankfurt verunglückten 2018 insgesamt sieben Radfahrer tödlich.

Marc Wilhelm

Reporter:
Marc Wilhelm

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