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Spargel-Bauern ziehen gemischte Zwischenbilanz

Zu kühle Nächte - Spargel-Bauern mit dem Mai unzufrieden

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Die Spargel-Bauern in Hessen ziehen eine gemischte Bilanz jetzt zur Saison-Halbzeit. Die niedrigen Temperaturen im Mai hätten das Spargel-Wachstum gebremst. Im März: Ein richtiger Spargel-Frühstart. Dann das sehr gute Ostergeschäft. Das sorgte für strahlende Gesichter bei den Landwirten.

Spargel wächst nur langsam

Doch dann kam der Mai, der sich in diesem Jahr nicht zum Wonnemonat entwickelt hat. Die Bodentemperaturen: Teils frostig - und das hasst der Spargel. So wächst das Gemüse gerade mal ein, zwei Zentimeter am Tag. Bei warmen Temperaturen sind es 6 Zentimeter, erzählte Spargel-Landwirt Rolf Meinhardt. Für die zweite Halbzeit hoffen die Spargel-Bauern auf Sonne und warmes Wetter. Die Saison läuft traditionell bis Ende Juni.

Dumping-Preise schaden den Bauern

Sorgen bereitet nicht nur Meinhardt der niedrige Netto-Spargelpreis für die Bauern. "Für 3,50 Euro pro Kilogramm kann man keinen Spargel produzieren. So werden sich langfristig viele Betriebe nicht halten können", warnte der Vorsitzende des Arbeitskreises Spargel Südhessen. Grund sei die Preismacht der großen Handelsketten, die den Kilo-Preis drückten.

Zudem belaste die Bauern ein immer schärferer Konkurrenzkampf um die wenigen Erntehelfer. Auch treibe die Erhöhung des Mindestlohns zu Jahresbeginn die Kosten in die Höhe. 

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