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Abzocke: Schlüsseldienst will 4000 Euro

Abzocke in Rüsselsheim - Schlüsseldienst will von Frau 4000 Euro

© dpa

In Rüsselsheim hat ein unseriöser Schlüsseldienst einer Frau 4000 Euro abgezockt. Die Polizei schildert den Fall so: Die Frau kommt heim und merkt, dass das Türschloss kaputt ist. Sie kommt nicht mehr ins Haus. Unruhe kommt auf, sie googelt wohl nach Hilfe und ruft dann beim erstbesten Schlüsseldienst an. Der kommt, repariert die Tür - und will dafür 4000 Euro haben.

Frau zahlt, ruf dann aber die Polizei

Die Frau zahlt den Betrag per Karte. Erst später ruft die 44-Jährige dann die Polizei, weil ihr die Summe viel zu hoch vorkommt. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Wucher und warnt vor diesem Abzock-Service.

Die Tipps der Polizei:

  • Im Voraus lässt sich durch die Hinterlegung eines Zweitschlüssels bei einem Nachbarn oder bei Verwandten/Bekannten die Gefahr des Aussperrens verringern.
  • Sollte man einen Schlüsseldienst benötigen, wäre es am besten, wenn man sich im Voraus einen seriösen, ortsansässigen Schlüsseldienst aussucht und sich dessen Erreichbarkeit im Handy abspeichert.
  • Kühlen Kopf bewahren und nicht sofort den erstbesten Anbieter aus dem Branchenbuch oder der Telefonvermittlung anrufen. Zum Teil wird auch nur suggeriert, dass der Schlüsseldienst aus der Umgebung sei.
  • Vorsicht ist geboten bei Firmen, die sich mit "AAA" in die ersten Zeilen der Branchenbücher eintragen lassen.
  • Ortsansässige Firmen bevorzugen, um die Fahrtkosten gering zu halten.
  • Anbieter fragen, woher der Monteur anfahren wird und möglichst noch vor der Auftragsvergabe einen Festpreis vereinbaren
  • Genau definieren, was vor Ort gemacht werden soll. Gespräche am besten unter Zeugen führen.
  • Nicht unter Druck setzen lassen. Bei Drohungen (z.B. die Tür wieder zu verschließen) die Polizei unter Notruf 110 rufen und Nachbarn zu Hilfe bitten. Nur den Rechnungsbetrag zahlen, der vereinbart wurde.

Seriöse Anbieter stellen grundsätzlich eine Rechnung aus, die später überwiesen werden kann. Entsteht der Eindruck, betrogen worden zu sein, wenden Sie sich an die nächste Polizeidienststelle.

Benjamin May

Reporter:
Benjamin May

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