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Übergangslösung nach Feuer in DRK-Wache Biblis

Nach Feuer beim DRK in Biblis - Rettungswache jetzt auf Kraftwerksgelände

Knapp eine Woche nach zwei mutmaßlichen Brandstiftungen in der Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes in Biblis haben die Einsatzkräfte jetzt übergangsweise einen neuen Standort: Sie kommen erst mal auf dem Gelände des stillgelegten Atomkraftwerks in der Gemeinde unter.

"Hirnlose Aktion!"

Wer zündelt gleich zweimal in der Rettungswache in der Wattenheimer Straße? Bürgermeister Felix Kusicka kann nur den Kopf schütteln. Er hat uns gesagt: "Das war eine hirnlose Aktion!" Ein Rettungswagen und das Gebäude sind beschädigt, die Wände schwarz vom Ruß. Vier Monate wird die Sanierung dauern.

Dank vom DRK

Bis alles wieder hergericht ist, sind die Einsatzkräfte jetzt auf dem Kraftwerksgelände stationiert. Anlagenleiter Matthias Röhrborn sagt: "Die Brandereignisse machen uns sprachlos. Es ist selbstverständlich, dass wir in dieser Notlage unbürokratisch helfen." Patrick Schönbeck, der stellvertretende Rettungsdienstleiter des DRK Bergstraße: „Die kurzfristige und unkomplizierte Unterstützung durch das Kraftwerk Biblis hilft uns in dieser schwierigen Situation enorm weiter und sichert unsere Einsatzbereitschaft."

Garagentor stand offen

Die Feuerwehr war am vergangenen Samstag und Sonntag jeweils am späten Abend alarmiert worden. Einmal brannte ein Mülleimer, den wohl jemand unter den Rettungswagen gestellt hatte. Dann ein Feuer in einem Regal mit Verbandsmaterialien. Da das Garagentor wegen eines technischen Defektes seit längerer Zeit offen stand, konnten der oder die Täter wohl leicht in die Halle gelangen.

Keiner verletzt

Zum Glück bemerkten Mitarbeiter die Brände schnell und konnten löschen, wie die Polizei mitteilte. Der Schaden beläuft sich dennoch auf mehrere zehntausend Euro. Verletzt wurde niemand.

Ein Augenzeugen-Video vom Feuer

© privat

AUDIO: Bürgermeister Felix Kusicka über die Brände

"Fassungslos darüber, was hier passiert ist."

AUDIO: Das sagen die Leute in Biblis

"Dass Helfer nicht helfen können, ist traurig."

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