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Mörfelden-Walldorf nimmt Hundekot auf die Schippe

Kampagne in Mörfelden-Walldorf - Hundehaufen sorgen für einen Haufen Ärger

© dpa

Symbolbild

„Wir hauen voll auf die Kacke!“ - unter diesem Motto sagt die Stadt Mörfelden-Walldorf Hundehaufen in Grünanlagen und auf Gehwegen den Kampf an. Statt klassischer Hinweisschilder setzt sie auf lustige Plakate.

Doppeldeutige Sprüche

Die Idee hat Stadtrat Steffen Seinsche zusammen mit seiner Referentin Claudia Rügner entwickelt. Die doppeldeutigen Sprüche auf den Plakaten wurden von Stephan Neubacher vom Stadtmarketing illustriert. Die Schilder werden in den nächsten Wochen in Grünanlagen und Durchgängen aufgestellt. Und zwar dort, wo sie auch gesehen werden: Auf dem Boden, auf dem Rasen und an vielen Stellen, an denen der Kot einfach liegenbleibt. 

© Stadt Mörfelden-Walldorf

Eines der Hundekot-Kampagnen-Motive

"Thema auf witzige Weise angehen"

„Es ist ein unappetitliches Thema, das wir auf witzige Weise angehen wollen. Deshalb haben wir uns für ein aussagekräftiges und lustiges Schildermotiv entschieden“, sagt Claudia Rügner. Auf einem Plakat steht zum Beispiel „Für das große Geschäft das kleine Schwarze“. Gemeint sind damit schwarze Tütchen, die verteilt im ganzen Stadtgebiet in 38 Spendern bereitstehen – zum Einsammeln des Hundedrecks.

© FFH

Steffen Seinsche und Claudia Rügner mit Plakaten der Kampagne

Bürger können Standort-Vorschläge machen

Die Stadt möchte mit der Kampagne vor allem ein Zeichen setzen, aber in netter Form und ohne den Charakter eines erhobenen Zeigefingers, so die Initiatoren. An der Aktion kann sich übrigens jeder beteiligen: Geplant ist, dass die Bürger auf der städtischen Homepage die Standorte der Plakate und Schilder mitbestimmen. Auch eigene Bilder können als Plakatideen eingesendet werden. 

"Mit Schmunzeln auf Problem aufmerksam machen"

Steffen Seinsche

Stadtrat und Ordnungsdezernent

© FFH

Werbegesicht gesucht

Die Stadt veranstaltet auch diesmal wieder ein Hunde-Casting in Form eines Fotoshootings. Die Bürger können anschließend auf der städtischen Homepage für die Hunde abstimmen. Der Gewinnerhund mit den meisten Stimmen wird dann das Werbegesicht der Kampagne.

"Mörfelden sucht den Superhund“

Vorläufer ist die Kampagne „Mörfelden sucht den Superhund“, die vor drei Jahren auf das Thema Anleinen von Hunden aufmerksam machen sollte. Damals kamen hunderte Bewerbungen zusammen, deshalb hoffen die Verantwortlichen auch diesmal auf positives Feedback.

Marc Wilhelm

Reporter
Marc Wilhelm

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