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Mannheimer Erfindung: Klebemundschutz ohne Gummis

Mannheimer Erfindung - Klebemundschutz für Friseurbesuch

Die Zeit vom Haare schneiden zu Hause ist vorbei. Die Friseure haben schon lange wieder auf. Aber trotzdem stört der Mundschutz noch hinter den Ohren. Da fummelt man immer dran rum, damit der Friseur mit dem Rasierer dran kommt. Kim Betzold vom Friseursalon hairDivine in Mannheim hat deshalb einen Klebemundschutz erfunden. Anstatt Gummibändern hinter den Ohren gibt es zwei Klebestreifen, die man links und rechts an die Wange klebt.

Interesse sogar aus Amerika

Eigentlich wollte Kim Betzold einen solchen Mundschutz einfach nur bestellen. Ziemlich schnell sei ihm dann aber aufgefallen, dass es sowas noch gar nicht gibt. Zusammen mit einem befeundeten Anwalt habe er die Idee patentieren lassen. Die Firma Somaritec in Wald-Michelbach produziert jetzt den Mundschutz. Der Endkundenpreis liegt bei 39,50 Euro für 50 Stück.

Viele Friseure haben schon Interesse gezeigt, sogar aus Amerika gebe es schon eine Nachfrage. Aber auch für andere Branchen sei der Mundschutz interessant. Optiker zum Beispiel könnten mit dem Klebemundschutz die Brille besser einstellen.

Kim Betzold: "So kann ich besser arbeiten"

Firseur vom Salon hairDivine in Mannheim

© FFH

Um seine Haut brauche man sich keine Sorgen zu machen, sagt Kim Betzold. "Wir benutzen OP-Kleber, der ist hautverträglich und schadet auch Allergikern nicht." Selbst Bartträger könnten den Klebemundschutz tragen. Der Bart bleibe beim Abziehen dran. Nach dem Abziehen solle man den Mundschutz aber wegwerfen. Kim Betzold betont, dass der Klebemundschutz ein Einmal-Produkt ist.

Billiger als ein normaler Mundschutz

Das Erfinden sei für den gelernten Friseur zwar aufregend gewesen, er ist aber auch froh, wenn die Zeit wieder vorbei sei und er sich voll und ganz auf das Haare schneiden konzentrieren könne. Er sagt: "Zur Zeit schlafe ich 4-5 Stunden pro Nacht, weil es so viel zu tun gibt." Wenn der Verkauf aber erst einmal laufe, würde es auch wieder ruhiger werden. Der Klebemundschutz sei sogar billiger als ein normaler Mundschutz, so Kim Betzold. Bestellen kann man ihn hier.  

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