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Forschungsbohrung soll spannende Einblicke bieten

Forschungsbohrung im Ried - Spannende Einblicke in die Vergangenheit

© HLNUG

Die Karte zeigt, wo die Forschungsbohrung gemacht wird

Mit einer Forschungsbohrung bis in eine Tiefe von 500 Metern wollen Wissenschaftler erkunden, wie es im Hessischen Ried vor Millionen Jahren ausgesehen hat. Die Vorbereitungsarbeiten für das Projekt sollen nach Angaben des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) jetzt in Riedstadt im Kreis Groß-Gerau starten.

Ziel: geologisches 3D-Modell der Region

Geologen wollen untersuchen, wie sich die Gesteinsschichten in der nördlichen oberrheinischen Tiefenebene zusammensetzen. Nach Bohrungen in den vergangenen Jahren in Südhessen sei das neue Projekt ein weiteres Puzzleteil für ein geologisches 3D-Modell der Region.

Bohrung dauert zwei bis drei Monate 

Die Wissenschaftler können dem HLNUG zufolge mit dem Bohrkern in die letzten 2,6 Millionen Jahre blicken und analysieren, wie sich die Gesteinsschichten abgelagert haben. Sande, Kiese, Tone und Torfe zeigen, wie sich das Klima in dieser Zeit entwickelt hat. Es könnten auch aktuelle Fragen zu Erdbeben und Erdwärme beantwortet werden. Die Bohrung solle etwa zwei bis drei Monate dauern.

Der Oberrheingraben sei in den letzten Millionen Jahren besonders stark abgesunken. Dadurch könnten die Gesteine und damit die Erdgeschichte hier besonders vollständig erfasst werden.

 

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