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Anflugverfahren im Test: Keine Flieger über Mainz

Anflugverfahren wird getestet: - Weniger Fluglärm für die Mainzer

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Die fluglärmgeplagten Mainzer sollen zumindest eine Lärmpause bekommen

Mainz klagt seit Jahren über Lärm durch Flugzeuge, die den Frankfurter Flughafen ansteuern. Jetzt ist zumindest mal eine Lärmpause in Sicht. Die Fluglärmkommission hat nämlich angekündigt, ab dem 1. März die Anwendung des sogenannten "Segmented Approachs" ganztägig zu prüfen. Dies sei durch das pandemiebedingt geringere Flugaufkommen möglich.

Mainz, Offenbach und Hanau werden umflogen

Das Anflugverfahren sieht eine Umfliegung der Städte Mainz, Offenbach und Hanau vor und soll so für Entlastung der von Fluglärm betroffenen Städte sorgen. "Damit entsprechen die Verantwortlichen unserer Forderung, die verkehrsarme Zeit sinnvoll und zielführend für solche Tests zu nutzen", so die Initiatorin des Bundestags-Parlamentskreises "Fluglärm", Ursula Groden-Kranich (CDU).

Wieviel leiser wird es in Mainz?

Offenbach kann nach aktueller Rechnung mit einem Anteil von 12 bis 25 Prozent der Anflüge rechnen. Ob für Mainz während des Tests des Segmented Approachs ähnliche Zahlen erreicht werden können, ist noch nicht ganz klar. Vor allem könnte aber in den Randzeiten, also in den frühen Morgen- und späten Abendstunden, das Anflugverfahren für mehr Ruhe sorgen.

Verfahren funktioniert nicht bei hoher Auslastung

Die Fluglärmschutzbeauftragte des Landes Hessen, Regine Barth, soll das "Lärmmonitoring" machen. Das Anflugverfahren wird nicht zu jeder Tageszeit und nicht bei hoher Auslastung des Flughafens angewandt werden können, sagen die Fachleute schon jetzt. 

 

Peter Hartmann

Reporter
Peter Hartmann

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