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Verkehrspolizei: Wiesbaden bekommt Fahrradstaffel

Flexibel einsetzbar - Wiesbaden bekommt Fahrradstaffel

Ob auf Demos oder an der Promenade - Fahrradstaffeln der Polizei sorgen schon seit einigen Jahren in Großstädten für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. In Wiesbaden wurde heute die erste eigene Radstaffel der kommunalen Verkehrspolizei vorgestellt. 

Zugeparkte Radwege oder Radfahrer, die konsequent über rote Ampeln düsen – Solchen Rowdies sagen die Wiesbadener Verkehrspolizisten ab heute mit einer eigenen Fahrradstaffel den Kampf an. Ausgerüstet mit vier hoch-modernen E-Bikes sollen die Streifen ab sofort schnell und flexibel für Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Stolze 18.000 Euro haben die Fahrräder insgesamt gekostet. In den kommenden Wochen werden jeweils zwei Doppelstreifen mit den insgesamt vier E-Bikes den Dienst aufnehmen. „In anderen Städten wie Frankfurt oder Köln hat sich gezeigt, wie wirksam eine Fahrradstaffel in den unterschiedlichsten verkehrspolizeilichen Aufgabenfeldern eingesetzt werden kann und somit eine sinnvolle und effektive Ergänzung im verkehrspolizeilichen Instrumentarium darstellt“, so Verkehrsdezernent Andreas Kowol zum Start der neuen Einheit.

E-Bikes für unwegsames Gelände im Stadt- und Randgebiete

„Wir haben ganz bewusst vier E-Bikes angeschafft, da diese als Fahrräder zählen und mit diesen somit auf allen Radverkehrsanlagen oder Strecken gefahren werden darf, auf denen Fahrräder fahren dürfen, also zum Beispiel auch in Fußgängerbereichen, wenn diese für den Radverkehr freigegeben sind“, so Winnrich Tischel, Leiter des Straßenverkehrsamtes. Dadurch können die Radstreifen sehr flexibel die unterschiedlichsten verkehrspolizeilichen Aufgaben wahrnehmen: von der Ahndung von Parkverstößen, dem Schutz von Radverkehrsanlagen über die Kontrolle von Sondernutzungserlaubnissen bis hin zu Verstößen im Fließverkehr. Dabei können die Ordnungskräfte mit den E-Bikes auch in entlegene, schmale, unwegsame oder durch Sperrpfosten für PKW nicht erreichbare Bereiche im Stadtgebiet, aber auch in den Außenbezirken mit den Feld- und Waldwegen, vordringen.

Als Schwerpunkt haben die Polizisten bereits die Rheinschiene zwischen Kostheim und Schierstein ins Auge gefasst. Aber auch in der Innenstadt wird man ab sofort mit mehr Verkehrspolizisten auf zwei Rädern rechnen dürfen.

Robin Eisenmann

Reporter
Robin Eisenmann

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