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Hessen lockert Corona-Regeln in zwei Stufen

Bei stabiler Inzidenz unter 100 - Lockerungen in Hessen

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Hessen lockert seine Corona-Regeln - zumindest in den Kreisen und Städten, die eine Inzidenz von unter 100 seit fünf Tagen in Folge aufweisen. Ob das auch in Ihrer Region der Fall ist, sehen Sie hier

"Die Infektionszahlen gehen stabil zurück", sagte Hessens Ministerpräsident Bouffier. Die Folgen der dritten Welle wären zum Glück nicht eingetroffen. Es könnten demnach deutliche Öffnungsschritte gemacht werden.

Öffnung in zwei Schritten

Die erzielten Erfolge dürften dabei aber nicht gefährdet werden. Konkret bedeute dies Öffnungen in zwei Schritten. Vollständig Geimpfte oder Genesene bleiben weiterhin von den Kontaktbeschränkungen und der Testpflicht ausgenommen.

Öffnungsstufe 1

Die neuen Maßnahmen sollen in einer ersten Stufe in den Landkreisen oder kreisfreien Städten greifen, die nicht mehr unter die Beschränkungen der Bundesnotbremse fallen. Dazu müssen sie an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen eine Inzidenz unter 100 aufweisen. Ist dies der Fall, gilt konkret:

  • Kitas und Schulen

Kitas und Schulen sollen langsam wieder zum Normalbetrieb zurückgeführt werden. Die Klassen 1-6 gehen in den Präsenzunterricht. Ab Klasse 7 bleiben die Schüler nach wie vor im Wechselunterricht. Abschlussklassen bleiben auch im Präsenzunterricht. Kitas gehen in den eingeschränkten Normalbetrieb über.

  • Kontakte

Treffen unter zwei Haushalten sind möglich plus vollständig Geimpfte und Genesene.

  • Kultur und Freizeit

Veranstaltungen werden wieder möglich. Im Innenbereich sind sie für berufliche Zwecke und bei öffentlichem Interesse möglich -  mit Test und Hygienekonzept. Für den Außenbereich gilt: Bis zu 100 Teilnehmer plus negativem Test. Wenn es mehr Teilnehmer sein sollen, muss zusättzlich ein Hygienekonzept vorliegen. Die Außenbereiche der Zoos, Parks und Museen dürfen öffnen. Im Innenbereich sind Öffnungen mit Hygienekonzept möglich. 

  • Sport:

Öffnung für den gesamten Amateur- und Freizeitsport ist möglich. Für Erwachsene gilt allerdings, dass ein negativer Test vorliegen muss - auch im Fitnessstudio. Schwimmbäder bleiben geschlossen.

  • Gastronomie, Hotels und Einzelhandel

Geschäfte dürfen click and meet anbieten - das Land empfiehlt einen negativen Test. In der Gastronomie dürfen die Außenbereich öffnen - es werden ein negativer Test und die Abfrage der Kontaktdaten verlangt. Hotels dürfen Übernachtungen anbieten - Voraussetzung ist eine maximale Auslastung des Hotels von 60 Prozent. Es gilt eine Negativ-Testpflicht. Wer länger bleibt muss, sich zweimal pro Woche testen lassen.

Öffnungsstufe 2

Falls die Inzidenz nach der Stufe 1 weitere 14 aufeinanderfolgende Tage unter 100 liegt oder sobald sie fünf aufeinanderfolgende Tage lang die Zahl 50 unterschreitet, greift die zweite Öffnungsstufe. Konkret bedeutet das:

  • Kitas und Schulen

Alle gehen in den Normalbetrieb über. Alle Klassen dürfen in Präsenz unterrichtet werden. In der Schule gibt es eine Testpflicht zweimal pro Woche.

  • Kontakte

Treffen mit bis zu 10 Menschen sind möglich - oder zwei Haushalte. Geimpfte und Genesene sowie Kinder unter 14 Jahren zählen dabei nicht mit.

  • Kultur und Freizeit

Veranstaltungen sind im Innenbereich bis zu 100 Teilnehmer erlaubt - im Außenberiech 200. Es muss dann aber ein Hygienekonzept vorliegen und die Zustimmung des Gesundheitsamtes. Museen, Zoos und andere Freizeiteiteinrichtungen dürfen die Innenbereich öffnen. Negative Tests werden empfohlen.

  • Sport

Schwimmbäder dürfen öffnen. Es besteht keine Testpflicht. In Fitnessstudios ist kein negativer Test mehr nötig.

  • Gastronomie, Hotels und Einzelhandel

Im Einzelhandel dürfen alle Geschäfte öffnen - mit Hygienekonzepten. Die Gastronomie darf ihre Innenbereiche öffnen - mit Negativtest. Draußen wird nur ein Test empfohlen. Hotels dürfen ihre Kapazitäten auf 75 Prozent auslasten - mit Negativtest.

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Peter Hartmann

Reporter
Peter Hartmann

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