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Rheinland-Pfalz lockert die Maskenpflicht

Rheinland-Pfalz lockert - Keine Maskenpflicht mehr im Unterricht

© dpa

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als einem Jahr hat die Landesregierung weitgehende Lockerungen der Maskenpflicht beschlossen. So müssen Schülerinnen und Schüler ab Montag keine Maske mehr im Unterricht tragen. Und in der Landesverordnung fällt ab Freitag die Grundlage für die in mehreren Städten verhängte Maskenpflicht auf Straßen und Plätzen mit vielen Passanten.

Ohne Maske nur bei Inzidenzen unter 35

Die Landesregierung reagiert damit auf die gesunkene Zahl von Corona-Infektionen, wie Bildungsministerin Stefanie Hubig nach einer Kabinettssitzung in Mainz sagte. Die neue Regelung für den Unterricht gelte überall dort, wo die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen unter einem Wert von 35 bleibe. Maßgeblich ist die Inzidenz in den jeweiligen Landkreisen und Städten. Landesweit waren es am Dienstag 14,7.Auf dem Weg zum Platz im Klassenzimmer solle die Schutzmaske weiter getragen werden, sagte Hubig. Damit gebe es eine ähnliche Regelung wie für Restaurants. Aber im Unterricht und auf dem Pausenhof muss keine Maske mehr getragen werden.

Neue Landesverordnung soll ab Freitag gelten

Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz hebt auch die bisherigen Vorgaben zum Tragen einer Corona-Schutzmaske im Freien auf. "Für alle Menschen entfällt grundsätzlich die Maskenpflicht im Freien", teilte die Staatskanzlei mit. Ausgenommen sind Situationen, in denen es zu Gedränge kommt, etwa in Warteschlangen. Die Änderungen sollen in einer neuen Landesverordnung festgehalten werden, die ab Freitag gelten soll.

Maskenpflicht in Bussen und Bahnen bleibt

In Innenbereichen wie in Geschäften oder in Bussen und Bahnen muss nach Mitteilung der Landesregierung weiter die Maske getragen werden. Das Coronavirus sei aber noch nicht besiegt, die Pandemie noch nicht vorbei, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach einer Kabinettssitzung. "Abstand und Maske haben sich als sehr effektives Mittel der Pandemiebekämpfung erwiesen."

Die neue Landesverordnung sieht außerdem vor, dass:

- Bus- und Schiffsreisen wieder gestattet sind,

- Hallenbäder und Thermen öffnen,

- sportliche Aktivitäten im Freien mit bis zu 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zugelassen werden,

- Gemeinschaftseinrichtungen von Hotels, Jugendherbergen und Campingplätzen wieder öffnen dürfen sowie

- private Feiern mit bis zu 25 Gästen in Innenräumen möglich sind.

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