Nachrichten > Rhein-Main, Wiesbaden/Mainz >

Hochwasser-Katastrophe: Rheingauer Winzer helfen

Hochwasser-Katastrophe - Winzer aus dem Rheingau helfen

© FFH/Stendebach

Winzer Burkhard "Buggy" Kirchner aus Eltville-Erbach fährt Stromkabel, Notstromaggregate und Frischwasser ins Überschwemmungsgebiet Ahrweiler in der Eifel.

Viele Menschen aus Rhein-Main packen spontan mit an und helfen im Hochwasser-Katastrophen-Gebiet in der Eifel. Winzer Burkhard "Buggy" Kirchner ist kurz nach dem katastrophalen Hochwasser in Rheinland-Pfalz in das von massiven Überschwemmungen getroffene Ahrweiler gefahren, um Hilfemaßnahmen zu leisten und seinen Winzer-Kollegen bei den Aufräumarbeiten zu helfen.

Zuhause verfolgte er die schrecklichen Bilder vom Hochwasser in der Eifel und versuchte, einen Kumpel aus Studientagen zu erreichen, der dort Winzer ist. Erst am Freitag konnte er ihn erreichen, woraufhin er sich vom Rheingau aus mit 1000 Liter Wasser im Gepäck, Hochdruckreiniger und Pumpe aus dem eigenen Winzer-Betrieb auf den Weg nach Ahrweiler machte. Seinen Studienfreund hat die Flut-Katastrophe voll getroffen - erzählt Buggy unserem Reporter mit bewegter Stimme:

Winzer "Buggy" im FFH-Gespräch: Studien-Kumpel nicht erreicht

"Ich dachte, wir räumen zwei Tage auf."

© FFH

"Vieles ist einfach weggeschwommen", sagt Burkhard Kirchner unserem Reporter, "Teilweise alle Maschinen, Tanks und Weinfässer." Am Freitag fährt "Buggy" wieder nach Ahrweiler. Mit dabei: Notstromaggregat, Handys von Nachbarn und Freunden und Powerbanks zum Aufladen, die er in den letzten Tagen gesammelt hat.

Traktor wird ausgeliehen

"Die Leute sollen am besten eine Prepaid-Karte mitgeben, damit wieder kommuniziert werden kann", sagt Burkhard Kirchner zu FFH. Und sogar einen Traktor vom Nachbar-Weingut Jakob Jung fährt der Winzer nach Ahrweiler: "Damit können die Winzer in flachen Lagen immerhin ein bisschen Pflanzenschutz machen oder einen Anhänger aus dem Matsch zu ziehen. Der bleibt auch erstmal da."

Wasser und Strom fehlen noch immer

"Was die Leute da erleben, ist nicht in Worte zu fassen", sagt Burkhard Kirchner im FFH-Gespräch, der von vielen Winzer-Freunden aus Rhein-Main und aus dem Rheingau unterstützt wird. "Es fehlt immer noch an vielen Ecken an Strom. Und an Frischwasser", sagt der Erbacher.

nach oben