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"EMIL": Neuer On-Demand-Bus für Taunusstein

E-Mobil "EMIL" - Neuer On-Demand-Bus für Taunusstein

© FFH/Stendebach

"EMIL": Der neue E-Minibus in Taunusstein, der per App nach Hause bestellt werden kann.

"EMIL": So heißt der neue elektrische On-Demand-Bus, der ab Montag, 2. August, in zehn Stadtteilen Taunussteins fährt.

Das besondere: Der Mini-Bus mit sieben Sitzen ist nicht an feste Fahrpläne oder Haltestellen gebunden, sondern kann in der neuen RMV "On Demand"-App oder mit dem Telefon spontan gebucht werden und auf Kurzstrecken eine von 1.000 virtuellen Haltestellen in Taunusstein ansteuern.

Mini-Bus fährt fast den ganzen Tag

"Der Bus ist hochflexibel und fährt quasi vor die Haustür. Er hat den Vorteil, dass er elektrisch ist und damit nachhaltiger als die Diesel-Busse", sagt Taunussteins Bürgermeister Sandro Zehner unserem Reporter. Am 2. August starten erstmal fünf "EMIL"-Busse, später werden es sechs sein. Die Betriebszeiten: Unter der Woche von Montag bis Donnerstag von 5:30 - 22:30 Uhr, freitags bis 0:30 Uhr, samstags von 7:30 bis 0:30 Uhr und sonntags von 8:30 - 22:30 Uhr.

"EMIL" kommt innerhalb von fünf bis 15 Minuten

"Es soll eine Ergänzung zu dem starren Linien-ÖPNV mit Bus und Bahn sein", sagt Sandro Zehner am FFH-Mikro. Heruntergeladen werden muss die App "RMV On Demand", man registriert sich, "und dann sagen Sie, ich will von A nach B und dann sagt Ihnen die App, wann EMIL bei Ihnen ist", so der Bürgermeister. Das soll zwischen fünf und 15 Minuten dauern. Preis: Mit gültigem ÖPNV-Ticket für Taunusstein ab 1,50 Euro, ab dem zweiten Kilometer 15 Cent pro Kilometer. Der erste Kilometer ist kostenfrei.

On-Demand-Busse für die gesamte Rhein-Main-Region

"In Deutschland wird zum ersten Mal ein On-Demand-Angebot in einem gesamten Verbundsystem und für die gesamte Region auf den Weg gebracht", sagt Bürgermeister Zehner zu FFH. Das Projekt "EMIL" wird unter dem Dach des RMV betrieben. In Darmstadt und Offenbach gibt es bereits On-Demand-Busse. Am 1. Oktober kommt ein weiterer in Frankfurt mit dem Namen "KNUT" hinzu. Im Laufe der Zeit sollen dann noch Limburg, Kelsterbach, Hanau und Hofheim folgen. Das Bundesverkehrsministerium fördert den Ausbau mit 27 Millionen Euro.

Bürgermeister Zehner zu FFH auf die Frage, ob er "EMIL" auch nutzen würde:

"Ja, selbstverständlich. Man muss auch mal mit dem Vereinsvorsitzenden ein Bierchen trinken."

FFH-Reporter Florian Stendebach berichtet vom neuen Angebot

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