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Hochwasser: Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen

Zu spät vor Hochwasser gewarnt? - Staatsanwaltschaft Koblenz prüft Vorwürfe

© FFH/Hartmann

Wurden die Menschen in den Hochwassergebieten nicht rechtzeitig gewarnt? Der Staatsanwalt prüft, ob er ermitteln wird.

Weil die Menschen in den Hochwasserregionen im Ahrtal offenbar nicht oder zu spät gewarnt wurden, prüft die Staatsanwaltschaft Koblenz jetzt, ob sie ein Ermittlungsverfahren einleitet.  Es geht um einen Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung. Konkret gibt es noch keine Beschuldigten.

Im Fokus: 12 Tote in Betreuungseinrichtung - 

Bereits kurz nach der Hochwasserkatastrophe wurden erste Stimmen laut, dass die Behörden zu spät oder gar nicht gewarnt hätten. Genau das wird die Staatsanwaltschaft jetzt prüfen. Besonders im Fokus der Ermittlungen steht dabei auch der Tod von zwölf Insassen einer Betreuungseinrichtung in Sinzig. Die Polizei hat hier schon ermittelt - die Ergebnisse will die Staatsanwaltschaft auswerten.

Anzeigen werden mit einbezogen

Auch werde man Anzeigen aus der Bevölkerung, die in dem Zusammenhang stehen, in die Ermittlungen einbeziehen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft auf FFH-Anfrage.

Gesonderte Mail-Adresse für Hinweise aus der Bevölkerung

Mittlerweile gehen bei der Staatsanwaltschaft Koblenz teils wertvolle Hinweise zum Ablauf Ereignisse ein, die möglicherweise hilfreich sein können bei der Frage, ob zu spät gewarnt wurde. .Um deren geordnete Bearbeitung und zügige Einbeziehung in die laufende Prüfung zu gewährleisten, hat die Staatsanwaltschaft unter der Anschrift

unwetter.stako@genstako.jm.rlp.

ein gesondertes Mailpostfach eingerichtet und bittet, Hinweise zu der Unwetterkatastrophe ausschließlich dorthin zu richten. Leider ist es bis auf Weiteres nicht möglich, solche Hinweise per Telefon entgegenzunehmen, da die damit verbundene Notwendigkeit einer Verschriftung den Ablauf der stattfindenden Prüfung empfindlich zu stören droht, so die Staatsanwaltschaft. Daher werden Hinweisgeber dringend gebeten, den E-Mail-Weg zu nutzen. 

Peter Hartmann

Reporter
Peter Hartmann

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