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Ahrtal-Gemeinden schicken Hilferuf an Kanzlerin

Dramatische Hochwasser-Folgen - Ahrtal-Gemeinden: Hilferuf an Kanzlerin

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Im Ahrtal sind viele Straßen und Brücken kaputt - die Bürgermeister fordern schnellere Hilfen

Mit einem dramatischen Hilferuf an Bundeskanzlerin Merkel haben die Bürgermeister der Ahrtal-Gemeinden mehr Hilfen beim Wiederaufbau ihrer zerstörten Orte gefordert. Die bisherigen Hilfen zur Beseitigung der Hochwasser-Schäden reichten "nicht ansatzweise" aus, heißt es in einem offenen Brief.

Am Vormittag haben die Bürgermeister in Altenahr auf einer Pressekonferenz ihre schlimme Lage verdeutlicht. "Lasst uns nicht im Stich!", sagte Sinzigs Bürgermeister Andreas Geron. "Hier gibt es Menschen, deren Zuhause zerstört ist. Viele möchten auch zurückkommen und wiederaufbauen. Aber wie kann ich wiederaufbauen, wenn ich nicht weiß: Wird die Infrastruktur des Ahrtals wieder aufgebaut?", fragte Cornelia Weigand, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Altenahr.

Sinzigs Bürgermeister Andreas Geron: Lasst uns nicht im Stich!

"Zieht die Rettungskräfte nicht ab. Unsere Mitarbeiter sind seit der Flut Tag und Nacht im Einsatz."

Kein Strom, kein Wasser, zerstörte Straßen

Auch knapp drei Wochen nach dem Hochwasser haben viele Orte keinen Strom sowie keine Wasser- und Abwasserversorgung. Straßen, Brücken, Schulen sind vielfach zerstört. Die Bürgermeister fordern einen Sonderbeauftragten der Bundesregierung mit weitreichenden Kompetenzen für einen schnellen Wiederaufbau - und viel mehr Geld. Andernfalls würden Menschen und Betriebe das Ahrtal verlassen. Nahezu alle Bewohner des Ahrtals seien schwer traumatisiert. 

Cornelia Weigand, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Altenahr: Hier gibt es Menschen, deren Zuhause zerstört ist

"Viele möchten auch zurückkommen und wiederaufbauen. Aber wie kann ich wiederaufbauen, wenn ich nicht weiß: Wird die Infrastruktur des Ahrtals wieder aufgebaut?"

Peter Hartmann

Reporter
Peter Hartmann

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