Nachrichten > Wiesbaden/Mainz >

Hotel im Kloster Eberbach wird erweitert

Architektenwettbewerb beendet - Hotel im Kloster Eberbach wird erweitert

Der Hotelneubau soll sich unauffällig in das Kloster-Ensemble einfügen

Die Stiftung Kloster Eberbach möchte das Hotel in der ehemaligen Mühle erweitern. Dafür wurde in den vergangenen Monaten ein
Architekturwettbewerb durchgeführt. An der ersten Phase des europaweit ausgeschriebenen Wettbewerbs haben 162
Planungsbüros teilgenommen. Das Preisgericht wählte 48 Teilnehmende für die weitere Ausarbeitung ihrer Entwürfe
aus. In der Preisgerichtssitzung wurden schließlich 43 eingereichte Entwürfe bewertet.

Neubau soll sich in Kloster-Anlage einfügen

Da das Kloster als ehemalige Zisterzienserabtei in seiner Gesamtanlage mit romanischen und frühgotischen Bauten zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Europas gehört, ist eine gute Einfügung der neuen Hotelanlage in das Gesamtensemble von ebenso großer Bedeutung wie das ansprechende Zusammenwirken von Alt- und Erweiterungsbau. Die Entscheidungen des Preisgerichts fielen einstimmig. Der erste Preis geht an das Büro Backes Zarali Architekten aus Basel.

Preisgericht ist begeistert

Das Preisgericht beschreibt den Entwurf wie folgt: "Das bestehende Hotel in der ehemaligen Mühle wird um ein Ensemble aus drei miteinander verbundenen, versetzt stehenden Satteldachhäusern in der Achse des bestehenden Hotels ergänzt. Die umgebenden Freianlagen bieten den Hotelgästen spannende, von den öffentlichen Wegen der Klosteranlage uneinsehbare, Freiräume hinter der inneren
Klostermauer. Das vorhandene markante Tor bietet unübersehbar den Zugang zur neuen Lobby, diedas Bestandshotel mit den Neubauten verbindet. Die innere Hotelerschließung überzeugt mit einer klaren Struktur. Sie bietet Aufenthaltsqualität mit vielfältigen Blickbeziehungen in interne Höfe, in die umgebende Landschaft und in die Klosteranlage. Die Anordnung des Restaurants im Altbau und die Platzierung des
Konferenzbereichs im Neubau ist schlüssig, der Zuschnitt der Hotelzimmer ansprechend".

Fassade ist dem Kloster angepasst

Weiter heißt es: "Die Fassadengestaltung ist aus dem Erscheinungsbild der Klosteranlage entwickelt. Die Dachflächen weisen eine
Schieferdeckung mit Fledermausgauben auf." Das Preisgericht würdigt, dass sich der geschickt konzipierte Neubau zurückhaltend
und selbstverständlich in die Klosteranlage einfüge. Dazu trage wesentlich das Auflösen des Volumens in drei Baukörper, deren Positionierung hinter der Bestandsmauer und die unberührte Dachlandschaft bei. 

Peter Hartmann

Reporter
Peter Hartmann

nach oben