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Salzbachtalbrücke: Sprengung am 6. November

Abriss der Salzbachtalbrücke - A66-Brücke wird am 6. November gesprengt

© Autobahn GmbH

Seit über 100 Tagen ist die Salzbachtalbrücke vollgesperrt - nun steht endlich steht der Termin für die Sprengung fest: Am Samstag, 6. November, wird Wiesbadens Problem-Autobahn-Brücke abgerissen.

Der Samstag wurde deshalb ausgewählt, weil dann weniger Berufs-Verkehr unterwegs ist. 220 Kilogramm Sprengstoff werden benötigt, um die acht Pfeiler, die die 310 Meter langen Brücktenteile tragen, zum Einsturz zu bringen.

Südbrücke wird zuerst gesprengt

Nach der Zündung werde zuerst die Südbrücke in sich zusammenfallen, nur drei Sekunden später werde der Nordteil gesprengt, der dann auf die bereits am Boden liegenden Trümmer der Südbrücke fallen soll, so Sprengmeister Eduard Reisch zu FFH. Der Knall sei mit dem Durchbrechen einer Schallmauer vergleichbar.

Bahnstrecke soll vor Weihnachten freigegeben werden

Ulrich Neuroth, Direktor der Niederlassung West der Autobahn GmbH, kündigte an, zügig mit den Arbeiten für den Neubau – zunächst der Südbrücke – zu beginnen. "Alle Beteiligten stehen in den Startlöchern, sodass nach der Sprengung rasch mit dem Wiederaufbau der Bahnstrecke und der Bundesstraße begonnen werden kann." Die Bahnstrecke soll noch vor Weihnachten freigegeben werden.

Mende: Entlastung erst, wenn Brücke wieder steht

Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sagte unserem FFH-Reporter in Wiesbaden: "Im Moment ist die Situation ein verkehrstechnischer Albtraum. Die Sprengung sorgt hoffentlich dafür, dass wir bald zwei wichtige Verkehrswege wieder in Betrieb nehmen können. Richtige Entlastung gibt es erst, wenn die Brücke wieder steht."

Reisch: Knall vergleichbar mit Schallmauer-Durchbruch

Sprengmeister Eduard Reisch zu FFH: "Die Südbrücke stürzt vertikal ein. Die Nordbrücke kippt über die Südbrücke. Der Knall ist vergleichbar, aber eher in abgemilderten Form, mit dem Durchbrechen einer Schallmauer."

Die Südbrücke stürzt, Vertikal eingeht, dass Vertikal zu Boden und drei Sekunden. Später legt sich also über die Südbrücke die Nordbrücke. Wie kippt also sozusagen der quer kippen Jahr in Richtung Süden über die Südbrücke. Der knallt ist also vergleichbar, aber eher in abgemilderter Form mit am Abend mit dem Durchbrechen einer Schallmauer, wenn auf Soyer Schallmauer durchbricht. Und es ist eben ein einmaliges Ereignis, wenn er sagt, dass es im Zeitraum von eben drei Sekunden stattfindet, Es würde also es gibt kurze, dann. Danach gibt es also zwei Detonationen, die natürlich gut hörbar sind. Aber danach ist es auch wieder ruhig.

Mende: Verkehrstechnischer Albtraum

Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende zu FFH über die Verkehrssituation: "Im Moment ein verkehrstechnischer Albtraum. Wir hoffen, dass wir die Strecken schnell wieder frei kriegen. Richtige Entlastung gibt es erst, wenn die Brücke wieder steht."

Im Moment ein verkehrstechnische Alptraum für die Anwohner Rändern Anwohner und für die Betriebe. Die Sprengung sorgt hoffentlich dafür, dass wir bald zwei wichtige Verkehrswege wieder in Betrieb nehmen können, nämlich den Autobahnzubringer und die Bahnstrecke. Insofern hoffen wir, dass diese Sprengung Nell erfolgreich ist. Dass wir danach diese Strecken schnell wieder freikriegen. Dann ist wenigstens etwas Entlastung im System. Richtig Entlastung gibt es erst, wenn die Brücke widersteht.

Anwohner müssen Häuser verlassen

Auf die Sprengung werden auch die Anwohner vorbereitet: Voraussichtlich 140 Wiesbadener, die in einem Umkreis von 250 Metern leben, müssen sich auf eine Evakuierung ihrer Häuser einstellen. Gutachter inspizieren schon seit längerem die Gebäude, um gegebenenfalls Sprengschäden besser beurteilen zu können.

Bahnschienen bereits abgebaut

Die Bahnschienen von fünf Gleisstrecken unter der Brücke wurden bereits abgebaut. Bahndamm, Kläranlage und Bundesstraße werden mit hohen Erdwällen und Sandaufschüttungen gesichert.

Verschiebung bleibt möglich

Eine gewisse Unsicherheit bleibt: Sollte es in den Tagen vor dem Abriss Starkregen geben, wäre eine Sprengung nicht möglich. Auch bei dichtem Nebel könnte nicht gesprengt werden.

Verkehrschaos seit dem Sommer

Die Salzbachtalbrücke auf der Autobahn 66 war Mitte Juni kurzfristig gesperrt worden, nachdem sich der Überbau an einem Pfeiler abgesenkt hatte und Betonbrocken herabgefallen waren. Auch die Straßen und Bahngleise unter der Brücke durften nicht mehr befahren werden. Die Folge: Spätestens seit dem Sommerferienende gehören lange Staus in und um Wiesbaden zur Tagesordnung.

© Autobahn GmbH

Animation von der geplanten Sprengung

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