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IHK-Bericht: Regionaler Handel auf Erholungskurs

IHK Konjunkturumfrage - Regionale Wirtschaft auf Erholungskurs

Eine gute Geschäftslage, hohe Investitionsbereitschaft und der Willen mehr Arbeitsplätze zu schaffen: Die Wirtschaft in Wiesbaden und der Region schaut zufrieden auf die vergangenen Monate. Das ist das Ergebnis der letzten Konjunkturumfrage der IHK-Wiesbaden. Auch für die Zukunft sehen sich die meisten Unternehmen gut positioniert. Sorgen machen vor allem der Fachkräftemangel und steigende Energie- und Rohstoffpreise.

Positive Signale aus der Wiesbadener Geschäftswelt: Nach Monaten der Pandemie haben die Unternehmen wieder fahrt aufgenommen und schätzen die konjunkturelle Lage deutlich positiver ein. Das geht aus der repräsentativen Unternehmensbefragung zur wirtschaftlichen Lage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden für die Landeshauptstadt, den Rheingau-Taunus-Kreis und Hochheim hervor.

Investitionsbereitschaft steigt stetig

Sowohl die Geschäftslage als auch die Geschäftserwartungen haben sich verbessert. Gerade bei der Investitionsbereitschaft sei der Wert bereits zum vierten Mal in Folge gestiegen. Der Wert liegt aber immer noch unter dem Vorkrisenniveau vom Herbst 2019.

Unternehmen planen neue Stellen

Der Aufschwung könnte auch für neue Arbeitsplätze sorgen, denn: Jeder fünfte Betrieb will neue Stellen schaffen. „Unsere Unternehmen sind auf dem besten Weg, die Corona-Krise abzuschütteln“, sagt Fabian Lauer, Leiter Wirtschaftspolitik der IHK Wiesbaden.

Fachkräftemangel, Energie- und Rohstoffpreisentwicklung bereiten Industrie Sorgen 

Insgesamt liegt der Geschäftsklima-Index, in dem die aktuelle Lage der Unternehmen eingeordnet wird, nach zwei Jahren wieder über dem 15-jährigen Durchschnittswert, auch hessenweit steht man damit über der Durchschnittsgrenze. Große Unterschiede gibt es weiter in den einzelnen Branchen: Während sich Dienstleistungen, Groß- und Einzelhandel weitgehend positiv entwickelt haben, gibt es gerade in der Industrie auch Grund zur Sorge. „Neben dem Fachkräftemangel haben die Energie- und Rohstoffpreise als Belastungsfaktoren gerade für die Industrie enorm an Bedeutung gewonnen“, kommentiert Fabian Lauer. „Unsere Unternehmen sind auf stabile Lieferketten ebenso wie auf eine verlässliche und kostengünstige Energieversorgung angewiesen. Gerade hier ist die zukünftige Bundesregierung aufgefordert, für spürbare Entlastung zu sorgen.“

Robin Eisenmann

Reporter
Robin Eisenmann

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