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Wiesbaden will Verkehr digital optimieren

"DIGI-V" gestartet - Wiesbaden will Verkehr digital optimieren

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In der neuen Verkehrs-Leitzentrale laufen alle Infos zusammen, die Kameras und digitale Ampeln liefern

Das bundesweite Vorzeigeprojekt „DIGI-V – Digitalisierung des Verkehrs in Wiesbaden“ ist gestartet worden.  Es kostet rund 30 Millionen Euro und wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit 15 Millionen Euro gefördert.

Mende: Verkehr soll flüssiger werden

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende weist auf die vielen Möglichkeiten, die DIGI-V in Zukunft bietet: „Es freut mich, dass alle Installationen erfolgreich angebracht wurden und das System von Digi-V nun Stück für Stück lernen kann. Smarte Ampelschaltungen sind gerade in Städten mit so massivem Verkehrsaufkommen wie in Wiesbaden ein großer Zugewinn. Zukünftig kann das System so viel besser auf stockenden Verkehr und Staus reagieren. Dadurch fließt unser Verkehr in Zukunft hoffentlich wieder flüssiger. Ich freue mich, dass unsere Landeshauptstadt einer der Vorreiter bei dieser modernen Technik ist und sehe gespannt in die Zukunft.“

Wiesbaden als bundesweiter "Leuchtturm"

Der Vertreter des Bundes-Verkehrsministeriums, Johannes Wieczorek, ergänzt: „Wiesbaden macht es vor. Hier startet ein  Leuchtturmprojekt für intelligente Verkehrssteuerung, das beispielhaft für andere Kommunen sein kann: Sensoren erheben Verkehrs- und Umweltdaten, die in Echt-Zeit analysiert werden. Über smarte Ampeln und digitale Anzeigen wird effektiv gelenkt." 

227 Ampelanlagen sind digitalisiert

Im Rahmen des Projektes DIGI-V wurden alle 227 Ampelanlagen auf dem Hauptstraßennetz der Landeshauptstadt Wiesbaden mit neuer Steuer- und Sensor-Technik ausgestattet, insgesamt über 400 Kameras und Sensoren wurden installiert. Ergänzend dazu wurden 30 dynamische Verkehrsschilder, die Routenempfehlungen und Hinweise anzeigen können, errichtet. Ein neuer großer zentraler Verkehrs- und Analyserechner kann diese Systeme zusammenfassend betreiben und steuern.

Kowol: Luft soll dadurch besser werden

„Mit den Daten, die Sensoren und Kameras liefern, wird auch eine umweltabhängige Verkehrssteuerung möglich. Durch den verbesserten Verkehrsfluss und flexible Steuerungsmöglichkeiten können wir künftig sowohl stadtweit als auch abschnittsbezogen für eine höhere Luftqualität sorgen. Die Anforderungen der Umstellung auf ein digitales System an Mensch und Technik sind hoch, daher möchte ich mich bei den Kolleginnen und Kollegen im Tiefbau- und Vermessungsamt für die geleistete Arbeit ausdrücklich bedanken. Aktuell sammelt das System im großen Umfang Daten, um künftig selbst mithilfe von Algorithmen den Verkehr intelligent zu steuern“, betont Verkehrsdezernent Andreas Kowol.

 

Peter Hartmann

Reporter
Peter Hartmann

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