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Hessen bekommt weniger Impfstoff als zugesagt

Impftempo gefährdet - Hessen bekommt weniger Impfstoff

Die hessische Apotheker- und Ärzteschaft und die Impfangebote des öffentlichen Gesundheitsdiensts müssen in der kommenden Woche offenbar mit weniger Impfstoff auskommen als geplant.

Über die bereits bekannte Rationierung des Biontech-Impfstoffs hinaus wurden die zugesagten Liefermengen durch den Bund an die Apotheken sowohl für Biontech als auch Moderna nochmals reduziert, so dass die Impf-Steigerung der vergangenen Tage gefährdet ist, heißt es in einer Pressemitteilung des Hessischen Sozialministeriums. Der Grund für die Deckelung sei vorab nicht durch das Bundesgesundheitsministerium (BMG) kommuniziert worden.

"Die Rationierung von Impfstoff ist inakzeptabel"

Sowohl Ärzteschaft als auch die Vertreter der Städte und Kreise fürchten, dass nicht alle vereinbarten Termine eingehalten werden können, kritisiert Hessens Gesundheitsminister Klose. „Alle Beteiligten der Impfallianz sind von dieser Reduzierung überrascht.

Sie steht im Gegensatz zu den öffentlichen Aussagen des Bundes wie auch zu denen in der gestrigen GMK und erreicht uns in einer Phase, in der wir gemeinsam kontinuierlich erfolgreich dabei sind, die Impfkapazitäten in Hessen auszubauen. Das ist inakzeptabel.

Erklärung vom Bund verlangt

Wir verlangen vom Bund eine klare Kommunikation zu den Gründen und vor allem die zeitnahe Auslieferung des benötigten Impfstoffs“, so Klose. „Wir haben Kapazitäten, die Bevölkerung zeigt hohe Impfbereitschaft – da darf es zum jetzigen Zeitpunkt nicht am Impfstoff scheitern. Der Bund ist hier uns allen gegenüber in der Pflicht.“

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