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Jetzt gelten in Hessen verschärfte Corona-Regeln

Was jetzt in Hessen gilt - Verschärfte Corona-Regeln in Kraft

© dpa

Ein Schild am Eingang eines Geschäftes weist auf die 2G-Regel hin. 

In Hessen gelten jetzt verschärfte Corona-Regeln - sie sind am Sonntag in Kraft getreten. Für Ungeimpfte gelten jetzt strengere Kontaktbeschränkungen. Außerdem dürfen sie auch keine Läden des Einzelhandels mehr betreten, außer Geschäfte des täglichen Bedarfs. In allen anderen Geschäften gilt 2G.

Für Ungeimpfte gilt: Es dürfen sich nur noch zwei Haushalte im öffentlichen Raum miteinander treffen. Für den privaten Raum gilt eine entsprechende Empfehlung.

2G im Einzelhandel

In allen Läden des Einzelhandels gilt 2G  - Ungeimpfte dürfen somit nur noch in Geschäfte des täglichen Bedarfs, wie etwa Supermärkte, Drogerien oder Apotheken. 2G bedeutet, dass die Menschen geimpft oder genesen sein müssen.

Auch Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Futtermittelmärkte, Bau- und Gartenmärkte für Poststellen, Banken, Sparkassen, Tankstellen, Wäschereien und ähnliche Einrichtungen gelten als Einrichtungen der Grundversorgung.

Das sei heftig für den Einzelhandel, sagt uns Alexander Rackwitz vom Hessischen Industrie- und Handelskammertag. Einerseits weil Angestellte das kontrollieren müssen und Ärger mit Kunden vorprogrammiert sei. Und: "Es wird zu deutlichen Umsatzeinbußen kommen, obwohl der Einzelhandel nachweislich kein Infektionstreiber ist", sagt Rackwitz. Es gingen also Kunden verloren. Die hessische Wirtschaft befürchtet große Umsatzeinbußen.

Rackwitz: Es wird zu deutlichen Umsatzeinbußen kommen

Alexander Rackwitz vom Hessischen Industrie- und Handelskammertag hält die Zugangsbeschränkung in Läden für den falschen Weg

Es wird zur deutlichen Umsatzeinbußen kommen, obwohl der Einzelhandel nachweislich kein Infektions Treibeis unterirdisch. Durch diese Regelung kommt es zur jetzt wieder zu diesen Wettbewerbsverzerrungen Viva. So schon vor Monaten gesehen haben. Während also Grundversorger allen Kunden offenstehen. Supermärkte Drogerien Apotheken dürfen eben Sortiments Anbieter wie meinetwegen Schuh Geschäfte nur unter zwei G und mit sehr sehr hohen kontrolle Aufwand öffnen

Rackwitz: Regelung wird Kunden abschrecken

Die Läden müssen extra Mitarbeiter für die Kontrollen abstellen, erklärt Alexander Rackwitz vom Hessischen Industrie- und Handelskammertag

Die Regelung wird zu erkunden, abschrecken und deshalb im Hör zu Umsatzeinbußen führen. Die Geschäfte werden das natürlich umsetzen. So wie sie auch in den letzten Monaten. Und solang die Pandemie, dauert er diese Regeln, alle umgesetzt haben. Aber es ist Daten, so dass jeder Natürlich weniger Kunden bedienen können und es Hundert durch auch Mitarbeiter abstellen müssen, um den ganzen Kontroll Aufwand überhaupt erst Schultern zu können.

Kein 2G+ mehr in der Gastronomie

Die 2Gplus-Option wird gestrichen: Damit dürfen Betreiber beispielsweise der Gastronomie, in Kinos, Theatern oder Diskotheken nicht mehr auf Abstandsregelungen und Maskenpflicht verzichten, wenn sie ausschließlich Geimpfte oder Genesene mit einem zusätzlichen tagesaktuellen Schnelltest einlassen. 

Sportveranstaltungen

Ein volles Fußballstadion ist laut Ministerpräsident Bouffier aktuell nicht vertretbar. In Stadien und bei anderen Veranstaltungsorten mit bis zu 3.000 Plätzen sei im Freien keine Reduzierung der Zuschauerkapazitäten erforderlich. Bei allen Plätzen darüber gebe es jedoch eine Begrenzung der Kapazitäten auf ein Viertel.

Das Stadion von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt habe etwa Platz für rund 51.000 Besucher. Nach den neuen Regeln dürfen nach Angaben von Bouffier damit künftig nur noch maximal 15.000 Fans die Begegnungen vor Ort ansehen.

Für Hallensportarten wie Handball und Eishockey gelten die Veranstaltungsregeln für drinnen. Das bedeutet grundsätzlich 2G. Außerdem braucht es ab 250 Personen eine besondere Genehmigung durch die zuständigen Gesundheitsämter. Das trifft zum Beispiel Handball-Bundesligist HSG Wetzlar, der gleich am Sonntag sein Hessenderby gegen Melsungen bestreitet.

Ministerpräsident Bouffier: Eintracht darf Stadion nur noch zu einem Viertel auslasten

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier erklärt die Regeln für Veranstaltungen draußen

Im Außenbereich sieht das so aus. Abholen. Lloyd eins gilt zwei G und ab drei Tausend Personen. Draußen haben wir die Genehmigungspflicht ganz generell und auch eine Kapazitäts. Beschränkung Wir sagen über dreitausend bedeutet das fürs ganze dann auf ein Viertel, der Kapazität begrenzt wird. Und wenn sie dann mal zum Beispiel das Stadion der Eintracht Nay mit rund ein und fünfzig Tausend Platzkapazität. Dann gönnen Sie dreitausend abziehen. Dann haben sind nur acht und vierzig Tausend davon ein Viertel zwölf. Dann wäre das im Maximum noch fünfzehn Tausend. Zuschauer

Messen, Kultur-Veranstaltungen und Kino

Diese neuen Regeln gelten für Messen, Sportveranstaltungen, Vereinstreffen und Kulturangebote, wie beispielsweise Theater, Opern, Kinos und Konzerte.

Im Innenbereich:

  • bis zu 10 Personen: keine Regelung
  • 11 bis 100 Personen: es gilt 2G sowie Abstands- und Hygienekonzept
  • ab 101 Personen: es gilt 2G+, außerdem muss ein Hygienekonzept vorgelegt werden
  • ab 250 Personen: es muss eine Genehmigung des zuständigen Gesundheitsamtes vorliegen

Im Außenbereich:

  • bis 10 Personen: keine Regelung
  • 11 bis 100 Personen: Abstands- und Hygienekonzept
  • ab 101 Personen: 2G sowie Abstands- und Hygienekonzept
  • ab 3.000 Personen: Genehmigungspflicht und Kapazitätsbeschränkung ab dem 3.001-ten Platz auf 25 Prozent

Gottesdienste

Das Land will nicht ins Kirchenrecht eingreifen, empfiehlt aber dringend die Einhaltung von 3G.

Tests in Schulen auch für geimpfte Schüler

Ungeimpfte Schüler werden derzeit dreimal pro Woche getestet. Neu ist, dass auch geimpfte Schüler einen Test pro Woche machen können.

Jugendliche bis 18 Jahre erhalten weiterhin aufgrund der regelmäßigen Teilnahme an den Tests in Schulen auch Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen, bei denen 2G gilt. Diese Regelung soll aber auslaufen, sobald ein umfassendes Impfangebot auch für diese Altersgruppe vorliegt.

Virologe Stürmer: Maßnahmen betreffen alle Bereiche des alltäglichen Lebens

Der Virologe Dr. Martin Stürmer aus Frankfurt ordnet ein: Was ist gut, was ist schlecht an den neuen Regeln?

Was mir an den Maßnahmen recht gut gefällt, ist, dass sie sich nicht nur auf einen Bereich fokussieren, sondern letztendlich alle Bereiche des CERN alltäglichen Lebens abdecken. Man fokussiert sich dich nur auf Großveranstaltungen, sondern man geht ihm auch in die Details dieser Restaurantbesuche Versammlungen del treffen privater Natur. Na, wo man mehr oder weniger restriktiv argumentiert und arbeitet. Was die Maßnahmen ignorieren ist, das sehen wir noch gar nicht wissen, inwieweit die Omikron Variante tatsächlich unseren Immunschutz umgehen kann. Das heißt, ob genießen oder geimpfte tatsächlich immer noch im gleichen Maße geschützt sind. Vor der Infektion wie bei der Delta Variante ist zu befürchten, dass dieser im Schutz deutlich schwächer ausfällt. Insofern Sinter zwei G Maßnahmen Meiner Meinung nach definitiv nicht ausreichend. Wir brauchen umfassende Kontakt Beschränkungen, sowohl für ungeimpfte als auch für geimpft.

Einigung auf zusätzliche Maßnahmen am Dienstag?

Zusätzlich strebe die Landesregierung für die kommende Woche im Hessischen Landtag einen Beschluss nach § 28a Absatz 8 des Infektionsschutzgesetzes an, der es ermöglichen würde, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen.

Alkoholverbot im Gespräch

Das könnte dann zum Beispiel ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum sein. Dann dürfte kein Alkohol mehr verkauft und konsumiert werden, was aktuell vor allem die Weihnachtsmärkte betreffen würde. 

Weihnachtsmakt-Schließungen stehen im Raum 

Die Landesregierung will dann außerdem prüfen, ob Volksfeste, Umzüge, Weihnachtsmärkte oder Sport(groß-)veranstaltungen komplett verboten werden können.

Thema sei auch die mögliche Schließung von Freizeiteinrichtungen, wie beispielsweise Zoos und Tiergärten, Freizeitparks, Indoor-Spielplätzen, Spaßbädern, Saunen, Thermen, Clubs, Diskotheken und Prostitutionsstätten oder Kultureinrichtungen, wie Museen, Theater oder Kinos.

Ministerpräsident Bouffier und Sozialminister Klose betonten außerdem, Impfen sei weiterhin der Schlüssel, um den Weg aus der Pandemie zu finden.


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