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In Wiesbaden entsteht höchstes Holz-Mietshaus

Bauweise spart Emissionen - Höchstes Holz-Mietshaus in Wiesbaden

© FFH/Stendebach

Der "Holz-Turm" entsteht an der Wiesbadener Straße. 

Es bindet besonders viel klimaschädliches Kohlenstoffdioxid und wird das höchste Wohngebäude Hessens in Holz-Hybridbauweise: Der neue "Holz-Turm" an der Wiesbadener Straße.

Die "SEG Stadtentwicklungsgesellschaft" realisiert das höchste Wohngebäude in Holz-Hybridbauweise in Hessen mit insgesamt 21 Wohnungen, neun davon im geförderten Mietwohnungsbau sowie einer Kindertagesstätte im Erdgeschoss des Wohnturmes. Der "Holz-Turm" wird insgesamt 22 Meter hoch und liegt damit knapp unter der Hochhausgrenze. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, Sozial-Dezernent Christoph Manjura und die SEG haben das Projekt heute vorgestellt und den Grundstein gelegt. 

Holz dominiert, Beton nur für das Fundament und Treppen

Beim Holzhybridbau werden die Materialien Holz, Beton und Stahl verwendet, wobei Holz als nachhaltiger Baustoff und tragendes Element für die Gebäudehülle dominiert. Beton dient als statisches Element wird für das Fundament, Treppenaufgänge, Fahrstuhlschacht und für Betondecken. Die Bauweise ähnelt der von Fertighäusern.

Viele Emissionen werden eingespart

"Das Gebäude verursacht nach 20 Jahren im Betrieb gerade einmal so viele Emissionen, wie ein konventionelles Gebäude im Jahr seiner Errichtung", sagte Roland Stöcklin unserem Reporter. Schon im Bau würden 830 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart.

Bürohäuser aus Holz

Auch in Frankfurt setzt man mittlerweile auf diese Bauweise. So ensteht im Frankfurter Europaviertel ein erstes Bürohaus aus Holz mit weit über 10.000 Quadratmeter Fläche. Baubeginn hier ist im April. In Frankfurt gibt es aber auch noch deutlich ehrgeizigere Pläne zum Beispiel für Hochhäuser aus Holz.   

Stöcklin: "Sparen 830 Tonnen Kohlenstoffdioxid ein"

SEG-Geschäftsführer Roland Stöcklin im FFH-Gespräch: "Das Gebäude verursacht nach 20 Jahren im Betrieb gerade einmal so viele Emissionen, wie ein konventionelles Gebäude im Jahr seiner Errichtung."

Man hat er tief in den Obergeschossen fantastischem Blick in die Landeshauptstadt Mainz hinein, aber natürlich auch an die ganze Rheinschiene bis in den Rheingau hinein. Uns gelingt es ihr bei dem Haus schon im Bau acht Hundert dreißig Tonnen COzwei einzusparen. Konkret bedeutet das, dass wir zwanzig Jahre lang dieses Haus betreiben können und erst nach zwanzig Jahren so viel Energie verbraucht haben wie ein Ja. Klassisches Pendant in Massivbauweise, sofort im ersten Jahr des Bauens quasi schon an Energie verbraucht

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FFH-Reporter Florian Stendebach zu Besuch auf der Baustelle

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Durch eine ökologische Holz-Bausweise kann tonnenweise Kohlenstoffdioxid gespart werden.

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