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Spinnenplage an Mainzer Gebäude - Bewohner mögen neue Nachbarn nicht

Bewohner in Mainz holen Hilfe - Spinnenplage an Haus soll weg

Das dürfte viele ekeln und ihnen sogar Angst machen: Eine Spinnenplage an einem Gebäude im Mainzer Zollhafen. Tausende Brückenkreuzspinnen haben ihr Zuhause in und an dem goldglänzenden Gebäude gefunden, erzählt ein Experte vom Naturschutzbund NABU im FFH-Gespäch. Spinnenweben sind überall an der Fassade und den Fenstern zu sehen. Einige Bewohner sind genervt von den neuen Nachbarn und haben sich an die Hausverwaltung gewandt.

Viele Insekten, also auch viel Fressen für die Spinnen

Bei der PANDION AG heißt es auf FFH-Anfrage: "Ein erhöhtes Insektenaufkommen in unmittelbarer Nähe zu Gewässern in der aktuellen Jahreszeit ist nicht ungewöhnlich. Wir haben uns an eine entsprechenden Fachfirma gewendet, die bereits erste Maßnahmen zur Beseitigung der Spinnen an der Gebäudefassade ergriffen hat."

Naturschutz-Experte: "Bewohner werden wohl mit Spinnen leben müssen"

Rainer Michalski vom Naturschutzbund Rheinhessen-Nahe glaubt im FFH-Gespräch nicht an einen dauerhaften Erfolg: "Es wird immer wieder zu einem Massenauftreten der Brückenkreuzspinnne dort kommen. Das hängt mit der Lage und der Ausstattung des Gebäudes zusammen." Die Spinnenart könne geeignete Lebensräume wieder sehr schnell besiedeln. "Die Leute werden sich auf Dauer wohl oder übel mit den Tieren arrangieren müssen", so Rainer Michalski.

Spinnenexperte: "Gewässer zieht Insekten an und das wiederum die Spinnen"

Rainer Michalski vom NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe

Gewässer ziehen Insekten an und wo viele Insekten sind. Da lassen die Spinnen nicht lange auf sich warten. Das Pandion Docks dieser Neubau im Mainzer Zollhafen ist auf drei Seiten von Wasser umgeben und

auch noch gut beleuchtet, was eine zusätzliche Lockwirkung auf Insekten ausübt.

Spinnenexperte: "So lassen sich Spinnen in der Wohnung vermeiden"

Rainer Michalski vom NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe

Wer vermeiden möchte, dass die Spinnen in die Wohnung kommen. Der sollte Fliegengitter installieren. Ansonsten reicht der Griff zum Besen, mit dem sich Spinngewebe und Spinnen problemlos zumindest für einige Zeit reduzieren lassen.

Spinnenexperte: "Bewohner werden auf Dauer damit leben müssen"

Rainer Michalski vom NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe

Aufgrund der Lage und der Ausstattung des Gebäudes wird es auch in den nächsten Jahren mit Sicherheit immer wieder zum Massenauftreten von Brücken Brock Kreuzspinnen kommen. Die Art kann geeignete Lebensräume sehr schnell wieder besiedeln. Die Leute werden sich also mit den Tieren wohl oder übel auf Dauer arrangieren müssen.

Spinnenexperte: "Bekämpfung wird nicht dauerhaften Erfolg haben"

Rainer Michalski vom NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe

Die meisten Bekämpfung sagt, Zion durften aufgrund der hohen Siedlungsdichte, der Spinnen hohen Vermehrungsrate und den zahlreichen Versteckmöglichkeiten am Gebäude nur vorübergehend zum Erfolg führen.

© HIT RADIO FFH
Benjamin May

Reporter
Benjamin May

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