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In Hessen mehr Unfälle, aber weniger Verkehrstote

Mehr Unfälle, weniger Getötete - Minister Beuth legt Unfallstatistik vor

Auf hessischen Straßen sind im vergangenen Jahr 213 Menschen getötet worden – das ist die niedrigste Zahl aller Zeiten. „Ermutigend“ nennt das Innenminister Peter Beuth bei der Vorstellung der Unfall-Statistik. Auch die Zahl der schwer Verletzten ging zurück - von 4789 im vergangenen Jahr auf 4644 in 2017. Dabei hat die Zahl der Unfälle insgesamt um über sechs Prozent zugenommen.

Rasen und zu dichtes Auffahren sind Unfall-Hauptursachen

Ursache seien nicht nur Fahrfehler, sondern zunehmend Rücksichtslosigkeit und eine gesunkene Verkehrsmoral, so der Minister.  Die Hauptursachen für schwere Unfälle sind aber nach wie vor: Zu schnelles Fahren und zu dichtes Auffahren. Noch mehr mobile Blitzer sollen hier gegensteuern.

Schon jeder siebte Unfall durch Wildtiere!

Immer öfter krachen Autos zudem in Wildschweine – schon jeden siebten Unfall in Hessen verursachen Wildtiere. Was auch zunimmt: Die Ablenkung durch Benutzung des Handys - hier sei der Nachweis oft schwierig, aber Unfallsachverständige könnten oft belegen, dass Handys am Steuer benutzt worden seien. 

"Schönwetterfahrer" auf dem Motorrad sind gefährdet

Auffallend auch: Jeder vierte Verkehrstote in Hessen ist ein Zweiradfahrer. Vor allem ältere "Schönwetterfahrer", die nach Jahren oder gar Jahrzehnten Pause wieder aufs Motorrad steigen, seien gefährdet, sagt Landespolizeipräsident Udo Münch.

Videostreifen verfolgen Rettungsgassen-Blockierer

Probleme bei der Bildung einer Rettungsgasse auf Autobahnen seien trotz der auch von FFH unterstützten Kampagnen noch nicht erledigt. Immer wieder komme es zu Blockaden durch querstehende Autos. Neben den bereits erhöhten Strafen sollen jetzt Videostreifen helfen. Die ersten zwölf Autos der Autobahnpolizeien wurden schon dafür ausgerüstet. Sie filmen bei der Fahrt zu einem Autobahn-Unfall nach vorne und hinten - so können Rettungsgassen-Blockierer ermittelt und bestraft werden.  

Peter Hartmann

Reporter:
Peter Hartmann

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