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Wiesbadener ESWE installiert funkende Wasserzähler

Bald in allen ESWE-Haushalten: - ESWE installiert funkende Wasserzähler

Die EWSE verbaut im Auftrag der Wiesbadener Wasserversorgungsbetriebe WLW digitale Wasser-Zähler, die in der Lage sind Signale außerhalb des Gebäudebereichs zu versenden. Alle 15 Sekunden wird laut ESWE-Sprecher Frank Rolle der Zählerstand per Funk übertragen.

Keine Hausbesuche mehr

Der digitale Ablesevorgang soll aber erst ab 2022 erfolgen. Stadtwerke-Mitarbeiter werden dann nicht mehr in die Häuser kommen müssen. Sie können dann den Wasserverbrauch unmittelbar vor dem Haus digital durch einen Funk-Empfänger erfassen. Das soll nach wie vor auch nur einmal im Jahr vonstatten gehen.  Die Kunden haben den Vorteil, dass sie beim Ablesen der Uhr nicht mehr zu Hause sein müssen. Terminabsprachen erübrigen sich. Auch Betrug durch falsche Stadtwerkemitarbeiter werde dadurch ausgeschlossen.   

Das spart Kosten

Das Unternehmen erspart sich die Kosten für das umständliche Ablesen der Wasseruhren durch Hausbesuche.  Noch sind nicht alle Haushalte mit dem Wasserzähler bestückt. Rund 14.000 Haushalte wurden aber beim turnusgemäßen Austausch der Wasseruhren schon mit dem neuen Funkzähler ausgestattet. Bis 2022 sollen dann alle Haushalte in Wiesbaden die digitale Wasseruhr haben. Auch erst dann sollen die Mieter und Hauseigentümer über die Funktionsweise der Uhr durch ein Schreiben aufgeklärt werden. Erst ab dem Zeitpunkt wird nicht mehr händisch abgelesen. Kräftig gefunkt wird offenbar aber jetzt schon!      

Wie ist das mit dem Datenschutz ?

Datenschutzrechtliche Vorbehalte räumt der ESWE-Sprecher aus. Lediglich der Wasserstand und die Zählernummer werde nach außen gefunkt. Zwar seien die Wasseruhren auch in der Lage individuelle Verbrauchsdaten zu ermitteln, allerdings seien die Uhren ( i-Perl)  für die Wiesbadener Haushalte dafür nicht programmiert worden. 

Gefunkt wird im Milliwatt-Bereich

Auch gesundheitlichen  Bedenken hinsichtlich Funkstrahlung zerstreut der Unternehmensprecher im FFH Gespräch. "Das Signal hat eine Stärke von 25 Milliwatt. Zum Vergleich: Bluetooth 5 hat eine maximal erlaubte Sendeleistung von 100 mW."  Ein Widerspruch beim Einbau des Gerätes sei durchaus möglich, müsse aber laut Rolle gut begründet werden.    

Konrad Neuhaus

Reporter:
Konrad Neuhaus

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