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Hochdruck Ausbau A 643 - sechspurig in 10 Jahren

Hochdruck Ausbau A 643 - Sechsspurig in zehn Jahren

Für die geplanten Verbreiterung der Autobahn 643 bei Mainz ist man einen Schritt weiter gekommen. Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Verkehrsministers Volker Wisssing beginnt jetzt das Verfahren für das Baurecht. Wissing berichtete am Donnerstag im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss über das Projekt und sagte: "Der sechsstreifige Ausbau der A 643 zwischen der Anschlussstelle Mainz-Gonsenheim und der Anschlussstelle Mainz-Mombach rückt näher." 

Jetzt mit Hochdruck 

Die Unterlagen wurden am 28. November der beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) angesiedelten Planfeststellungsbehörde übergeben. Der LBM habe die Unterlagen "mit Hochdruck" erstellt, sagte Wissing. Die Planungen seien wegen der sehr vielen naturschutzrechtlichen Fragen zum Naturschutzgebiet Mainzer Sand komplex und zeitintensiv gewesen, erklärte der Minister. Der Ausbau solle "möglichst flächenschonend" erfolgen. So soll es statt breiter Böschungen Stützwände mit Drahtschotter geben. Das Verfahren für die Planfeststellung zur Erteilung des Baurechts soll etwa drei Jahre dauern.

Noch zehn Jahre wird alles dauern

Der LBM schätzt die anschließende Bauzeit auf sechs bis sieben Jahre - das wäre dann 2027 oder 2028. Gegen den Beschluss zur Planfeststellung können aber Naturschutzverbände klagen. Der 2,2 Kilometer lange Abschnitt ist die Verlängerung der vielbefahrenen Schiersteiner Brücke zwischen Wiesbaden und Mainz, die neu gebaut wird. Die frühere rot-grüne Landesregierung hatte eine "Vier-plus-zwei-Lösung" favorisiert - vier Fahrspuren plus Freigabe der zwei Standstreifen bei hohem Verkehrsaufkommen. Die jetzige Ampel-Koalition plant nun aber wie im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen sechs Spuren plus Standstreifen. Die Kosten werden nach bisherigen Angaben auf 136,5 Millionen Euro geschätzt. 

Konrad Neuhaus

Reporter:
Konrad Neuhaus

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