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Milliardenschäden durch Rhein-Niedrigwasser

Milliardenschäden Niedrigwasser - Wissing fordert Rheinvertiefung

Das monatelange Niedrigwasser des Rheins und anderer Flüsse hat nach Einschätzung des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministers Volker Wissing (FDP) bundesweit Schäden von mehreren Milliarden Euro verursacht. Die extrem lange Niedrigwasserperiode habe „die vorhandenen Engpässe im deutschen Wasserstraßennetz schonungslos aufgedeckt“, sagte Wissing im Wirtschaftsausschuss des Landtags in Mainz.

Rheinvertiefung um 20 Zentimeter 

Die Verlagerung von Transporten auf den Lkw-Verkehr und die Bahn sei an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Die Situation habe die Planung und Realisierung von Transporten extrem erschwert und damit die Versorgungssicherheit der Industrie und der Bevölkerung gefährdet, erklärte der Minister. Umso dringlicher sei jetzt die geplante Rheinvertiefung zwischen Mainz und St. Goar geworden. Die Fahrrinne soll dort von 1,90 auf 2,10 Meter vertieft werden. „Wäre die Maßnahme schon umgesetzt, hätten Binnenschiffe bei jeder Fahrt rund 200 Tonnen mehr Ladung transportieren können“. 

Konrad Neuhaus

Reporter:
Konrad Neuhaus

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