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Impfquote in Hessen zu niedrig - neue Strategie

Aufklärung und Kontrolle - Hessen will Impfquote erhöhen

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Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene sind in Hessen oft nicht gegen Masern, Röteln oder Mumps geimpft.

Zu wenige Hessen sind gegen Masern, Röteln oder Mumps geimpft. Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist die Impfquote „erschreckend“  niedrig, sagt Gesundheitsminister Kai Klose. Im Schnitt seien etwa 93 Prozent gegen Masern geimpft - viele hätten aber gar keinen Impfpass. Daher ist die echte Quote noch geringer. Hessen will jetzt mit mehr Impfpass-Kontrollen und Aufklärung gegensteuern.

 

Impfquote in Hessen zu niedrig - neue Strategie

Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) im FFH-Interview

© FFH

Bei Schuluntersuchungen und beim Betriebsarzt Impfbuch kontrollieren


Babys und Kleinkinder sind wegen der verpflichtenden Untersuchungen fast alle geimpft, doch danach werden die Hessen impfmüde. Bei allen Schuluntersuchungen bis zur Oberstufe, aber auch beim Betriebsarzt soll deshalb künftig das Impfbuch gecheckt werden. Hessen setzt auf Aufklärung – auch in sozialen Netzwerken.

Impfpflicht nicht falsch - aber Hessen will schneller handeln


Die vom Bund geplante Impfpflicht hält Minister Klose nicht für falsch. Wegen der hohen Verfassungshürden könnte aber eine Umsetzung Jahre dauern und die Gerichte beschäftigen. Man müsse aber jetzt handeln. Bis eine vom Bund geplante Impfpflicht eventuell Gesetz wird, könne man da nicht warten.

Peter Hartmann

Reporter:
Peter Hartmann

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