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RMCC-Catering: Kuffler weist Vorwürfe zurück

RMCC-Catering: - Caterer Kuffler weist Vorwürfe zurück

© FFH/Hartmann

Wurden die Verträge fürs RMCC-Catering zuungusten der Stadt ausgehandelt? Gastronom Kuffler weist das zurück 

Seit Monaten gibt es Streit und Verdächtigungen wegen der Catering-Verträge für das Wiesbadener Rhein-Main-Congress-Center (RMCC) und das Restaurant darin. Kurhaus-Gastronom Kuffler hatte damals den Zuschlag bekommen. Prüfer des Revisionsamtes äußerten Zweifel, dass dabei alles sauber zugegangen sei. Vertrauliche Treffen von Kuffler mit Oberbürgermeister Gerich während der Vergabephase etwa seien sehr fragwürdig gewesen. Die Jahrespacht von 12.000 Euro sei für die Stadt sehr gering, sagen auch Kritiker. Und Kuffler habe einseitig ein Verlängerungsrecht, außerdem habe er  vereinbarte Konditionen für das RMCC-Restaurant "bagutta" sehr schnell abgeändert oder nicht mehr erfüllt.

Nun wehrt sich Gastronom Kuffler - hier die Stellungnahme im Wortlaut: 

1. Bei den Vertragsverhandlungen zum Catering im RMCC wurde in allen Verhandlungsterminen
und den anschließenden ausführlichen Abstimmungen mit dem Rechtsamt intensiv um die
einzelnen Vertragsklauseln gerungen. Dies kann niemand von den vielen Beteiligten ernsthaft
bestreiten, falls sie befragt werden.
2. Die Verträge mit Kuffler bescheren der Stadt Wiesbaden angemessene Einnahmen.
Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Kuffler allein im RMCC eine belegbare Investition von
5,6 Mio. Euro getätigt hat – ein Mehrfaches von dem, was die Mitbewerber angeboten hatten.
3. Ein Wettbewerb um den Zuschlag für ein Objekt gehört seit Jahrzehnten zu unserem
Tagesgeschäft. In einer solchen Ausschreibung handeln wir stets nach den geforderten
Standards.
4. Das Gastronomiekonzept für das öffentliche Restaurant im RMCC wurde wie besprochen
realisiert:
a. Der Name „The Main Club“ wurde immer als Arbeitstitel geführt.
b. Die im Pachtvertrag aufgeführten Punkte zum Restaurant sind im „bagutta“
umgesetzt.
c. Nach den Eröffnungsmonaten wurde auch das Frühstück sowie ein Sonn- und
Feiertagsbrunch eingeführt. Die zeitliche Staffelung dieser Maßnahmen ist ein
branchenübliches Vorgehen bei Neueröffnungen.
d. Das „bagutta“ hat zu keinem Zeitpunkt „Ruhetage“ eingeführt. Allenfalls lassen wir
das Restaurant auf Wunsch des Hausbesitzers RMCC geschlossen, wenn eine
Veranstaltung dies erfordert.
e. Das Restaurant führt eine Speisenkarte mit 40 (!) Gerichten, zuzüglich Wochen-
Specials und Kuchen.
5. Die Pachtzins für die Gastronomie im Restaurant „bagutta“ erklärt sich vor allem mit der Lage
sowie der vereinbarten Staffelung bei gutem Umsatz.

Peter Hartmann

Reporter:
Peter Hartmann

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