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Rechtsstreit um Burg Rheinfels - Klage abgewiesen

Streit um Burg Rheinfels - Klage vom Prinz von Preußen abgewiesen

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Die Burg Rheinfels und das Hotel

Der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers greift nach einer der malerischsten Ruinen am Rhein - vergeblich. Der Chef des Hauses Hohenzollern forderte den einstigen Familienbesitz - die Burg Rheinfels - zurück. Die Klage wurde jedoch vom Landgericht abgewiesen. Da das Urteil nicht rechtskräftig ist, könnte der bizarre Rechtsstreit noch jahrelang weiter gehen.

Prinz von Preußen geht gegen St. Goar vor Gericht

Georg Friedrich Prinz von Preußen geht gegen das Land Rheinland-Pfalz, die Stadt St. Goar und das Burghotel in einer rund 300-seitigen Klageschrift vor Gericht. Die Burg Rheinfels war seit dem 19. Jahrhundert im Besitz des Hauses Hohenzollern. Im Jahr 1924 wurde die Stadt St. Goar neuer Eigentümer, unter der Bedingung die Burg nicht zu verkaufen. Einige Jahre später wurde neben der Burg ein  Hotel gebaut, das Grundstück dazu von der Stadt verpachtet  Der Prinz von Preußen betrachtet dies als einen Verkauf. 

Burg Rheinfels als Eigentum von Rheinland-Pfalz

Das Gericht widerspricht: Die Burgruine sei kein Privatvermögen der Hohenzollern-Familie. Nach dem Untergang des Kaiserreichs sei die Burg als "gebundenes Sondervermögen" an die damalige Krongutsverwaltung gegangen. Die Verwaltung existiert nicht mehr. Das Eigentum fällt deshalb dem Land Rheinland-Pfalz zu, so das Gericht.

Die Familie Hohenzollern denkt über Berufung nach. Das könnte auf einen jahrelangen Rechtsstreit hinauslaufen. 

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