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Gestohlenes Bild nach 40 Jahren zurück

Nach über 40 Jahren: - Gestohlenes Bild zurück in Frankreich

Ein Ausschnitt des Gemädes, das jetzt wieder in seiner Heimat in Frankreich ist

In den Räumen des Polizeipräsidiums Westhessen fand jetzt ein besonderer Kriminalfall ein glückliches Ende. Ein 1973 aus der Kirche St.-Marie-Madeleine in Marcoussis in Frankreich gestohlenes Gemälde von Théodore Chasseriau konnte von Polizeivizepräsidentin Roswitha Briel an den Bürgermeister von Marcoussis zurückgegeben werden. Ein französischer Restaurator hatte auf der Webseite eines Wiesbadener Auktionshauses das zum Kauf angebotene Gemälde entdeckt. Das Gemälde war allerdings nicht in der nationalen und internationalen Fahndung ausgeschrieben. Trotzdem stellten die Wiesbadener Ermittler das  Gemälde sicher.

Bild lag Jahrzehnte auf dem Speicher

Der Besitzer sagte, er habe das Gemälde aus dem Familienbesitz geerbt - es habe seit Jahrzehnten auf dem Speicher gelegen. Als er erfuhr, dass es sich bei dem Gemälde um ein registriertes, nationales französisches Kulturgut handelt, das einst gestohlen wurde, erklärte er sich zur Überlassung an den Eigentümer, die Gemeinde Marcoussis, bereit.

"Eine außergewöhnliche Geste"

Eine "wirklich außergewöhnliche Geste", so die Polizei Westhessen. Und so konnte das Werk nun zurückgegeben werden. Der Bürgermeister erzählte während der Übergabe, dass er sich noch gut an das Gemälde erinnere, weil es zum Zeitpunkt seiner Kommunion im Jahr 1971 noch in der Kirche hing und er die Hoffnung nie aufgegeben habe, es irgendwann zurückführen zu können.

Peter Hartmann

Reporter:
Peter Hartmann

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